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Bundesminister Steinmeier traf König von Bahrain

27.10.2008 - Pressemitteilung

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Montag (27.10.) zu Gesprächen mit dem König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Khalifa zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die internationale Finanzkrise, die Lage in der Golfregion und im Nahen Osten, das iranische Nukleardossier und die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist am heutigen Montag (27.10.) zu Gesprächen mit dem König von Bahrain, Hamad bin Isa Al Khalifa, und seinem bahrainischen Amtskollegen, Scheich Khalid bin Ahmed bin Mohammed Al Khalifa zusammengekommen.

Das Königreich Bahrain im Persischen Golf hat rund eine Million Einwohner, 200.000 davon leben in der Hauptstadt Manama. Der Staat besteht aus 33 Inseln. Der Name Bahrain bedeutet "zwei Meere".

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die internationale Finanzkrise, die Lage in der Golfregion und im Nahen Osten, das iranische Nukleardossier und die Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen. Beide Seiten betonten das Potential der Zusammenarbeit im wirtschaftlichen und industriellen Bereich, beim Eisenbahnausbau und auf den Feldern Bildung und Gesundheit. Die beiden Außenminister unterzeichneten eine Absichtserklärung über einen verstärkten politischen Austausch zwischen den Außenministerien beider Länder.

Deutschland und Bahrain haben gute und vielfältige bilaterale Beziehungen. 1973 wurden diplomatische Beziehungen aufgenommen. Deutschland gilt nicht nur als zuverlässiger Handelspartner.Auch in multilateralen Fragen, z.B. bei der Lösung regionaler Konflikte, arbeiten die beiden Länder zusammen. Während seiner EU Präsidentschaft hat sich Deutschland dafür eingesetzt, die Kooperation mit der Arabischen Liga zu vertiefen.

Bundesminister Steinmeier würdigte die freundschaftlichen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Bahrain und begrüßte den bahrainischen Vorschlag eines Regionalforums zur Diskussion von Lösungsansätzen regionaler Konflikte, das alle Staaten im Nahen Osten einbeziehen soll:

"Dieser Vorschlag ist ein ermutigendes Signal der Dialogbereitschaft – auch an Israel. Es ist positiv, dass Initiativen für mehr Stabilität und Ausgleich im Nahen Osten zunehmend von den regionalen Akteuren selbst ergriffen werden. Die Bundesregierung begrüßt Schritte in diese Richtung und wird sie aktiv unterstützen."

Der Bundesaußenminister verwies in seinen Gesprächen auf die strategische Rolle der Golfstaaten für Frieden und Stabilität in der Region und sprach sich für einen Ausbau der Beziehungen zur Europäischen Union aus. In diesem Zusammenhang bekräftigte Steinmeier seine Hoffnung auf einen raschen Abschluss der Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Golfkooperationsrat.

Die heutigen Gespräche bilden den Auftakt zu einer viertägigen Reise des Bundesaußenministers nach Pakistan, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Zentrale Themen in den Golfstaaten werden die Lage in Pakistan und Afghanistan, im Nahen Osten, der Atomkonflikt mit dem Iran sowie die Bewältigung und Folgen der aktuellen internationalen Finanzkrise sein.

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