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Bundesregierung besorgt über Militärputsch in Mauretanien: „Fortschritte bei Rechtstaatlichkeit und Demokratie dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden“

06.08.2008 - Pressemitteilung

Dem Auswärtigen Amt vorliegenden Informationen zufolge wurden der Präsident der Islamischen Republik Mauretanien, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, und Premierminister Yaha Ould Ahmed El Waghf heute (06.08.) von mauretanischen Militärangehörigen festgenommen. Ihr Verbleib sowie die Gesamtlage in Mauretanien sind zur Stunde unklar.

Zur Lage in Mauretanien erklärte heute (06.08.) der Sprecher des Auswärtigen Amts, Jens Plötner:

„Die Berichte über einen Putsch von Teilen des mauretanischen Militärs verfolgen wir mit großer Sorge. Mauretanien hat in den letzten drei Jahren trotz großer wirtschaftlicher Schwierigkeiten mit freien Präsidentschafts- und Parlamentswahlen wichtige Fortschritte auf dem Weg zu Rechtstaatlichkeit und Demokratie gemacht. Diese Fortschritte dürfen jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Deutschland appelliert daher an alle politischen Kräfte in Mauretanien, die gegenwärtige innenpolitische Krise friedlich und unter Beachtung der mauretanischen Verfassung beizulegen. Die legitimen, demokratisch gewählten Institutionen müssen so bald als möglich ihre Arbeit wieder aufnehmen können. Vor allem aber muss jedes Blutvergießen unbedingt vermieden werden.“

Die deutsche Botschaft in Nouakchott beobachtet die Entwicklungen vor Ort genau und steht mit den wenigen deutschen Staatsangehörigen, die sich nach Kenntnis des Auswärtigen Amts in Mauretanien aufhalten, in engem Kontakt.

Bis zu einer Klärung der Lage warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Mauretanien. Bitte beachten Sie hierzu die Reisehinweise des Auswärtigen Amts, die regelmäßig aktualisiert werden.

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