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Internationaler Tag des Wassers

22.03.2008 - Pressemitteilung

Aus Anlass des Weltwassertages der Vereinten Nationen erklärte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier heute (22.03.) in Berlin:

Die Versorgung mit Wasser ist eine der fundamentalen Menschheitsfragen. Weltweit leben derzeit etwa 1,1 Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Trinkwasser, etwa 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine ausreichenden sanitären Einrichtungen. Diese Probleme müssen wir dringend angehen.

Hinzu kommen Konflikte, die durch immer knapper werdende Ressourcen wie Wasser ausgelöst werden. Zu einer vorausschauenden Außenpolitik gehört es, bereits heute Mechanismen zur Frühwarnung und zur Beilegung solcher Konflikte ins Leben zu rufen.

Die Bundesregierung hat entsprechende Initiativen ergriffen: Mit der internationalen Wasserkonferenz in Berlin wollen wir einen greifbaren Beitrag leisten, die Probleme der Wasserversorgung und -nutzung in Zentralasien gemeinsam zu bewältigen.

Gleichzeitig setzen wir uns im Rahmen der Vereinten Nationen für den Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung ein. Ich bin der festen Auffassung: Alle Menschen haben ein Recht auf Wasser! Hier stehen wir alle, jede Regierung, unseren Bürgern gegenüber in der Pflicht.“

In jedem Jahr findet am 22. März der Weltwassertag statt. Er geht auf eine Resolution der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 zurück.

Bei der internationalen Wasserkonferenz: „Wasser verbindet – Neue Perspektiven zur Zusammenarbeit und Sicherheit“ am 01. April in Berlin sollen konkrete Beiträge zur Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit in Zentralasien erarbeitet werden. Die Veranstaltung dient der Umsetzung der unter deutscher Präsidentschaft ins Leben gerufenen EU-Zentralasienstrategie.

Im Rahmen der Vereinten Nationen setzt sich Deutschland für die weitere Anerkennung des Rechts auf Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung ein. Aktuell hat Deutschland im Menschenrechtsrat gemeinsam mit Spanien eine Resolution eingebracht, die unter anderem einen Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Wasser einsetzen soll.

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