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Bundesminister Steinmeier zum Internationalen Tag der Frau: "Es bleibt noch viel zu tun"

07.03.2007 - Pressemitteilung

Aus Anlass des "Internationalen Tags der Frau" am morgigen 8. März erklärte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier heute (07.03.) in Berlin:

"Trotz wichtiger internationaler Fortschritte sind Rechtlosigkeit und Diskriminierung von Frauen nach wie vor weit verbreitet. Frauen werden nicht selten elementare Menschen- und Bürgerrechte aberkannt. Gewalt gegen Frauen ist auch heutzutage noch die am meisten verbreitete Menschenrechtsverletzung und gehört allzuoft zum gesellschaftlichen Alltag.

Der weltweite Einsatz für die Rechte von Frauen bleibt daher eine Konstante der deutschen Außenpolitik.

Auch bei uns in Europa werden Frauen nach wie vor häufig sozial und beruflich benachteiligt. Ich begrüße daher, dass am 30. Januar in Berlin das Jahr 2007 als "Europäisches Jahr der Chancengleichheit für alle" ausgerufen wurde. Es muss genutzt werden, um die Gleichstellung von Frauen und Männern weiter voranzubringen. Wichtige Impulse hierzu werden auch vom Europäischen Gleichstellungsinstitut ausgehen, das im Laufe des Jahres in Vilnius (Litauen) gegründet werden wird."

Das Auswärtige Amt setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass die in der von 185 Staaten ratifizierten internationalen Frauenrechtskonvention (CEDAW), in den Abschlussdokumenten der Weltfrauenkonferenz in Peking 1995 sowie in der Sicherheitsratsresolution Nr. 1325 ("Frauen, Frieden und Sicherheit") niedergelegten Rechte Wirklichkeit werden.

Auch intern betreibt das Auswärtige Amt die aktive Förderung der Belange seiner Mitarbeiterinnen und bekennt sich zur Gleichstellungspolitik der Europäischen Union, die bei der Verwirklichung von Gleichstellungsrechten innerhalb der Mitgliedstaaten und darüber hinaus einen echten Beitrag leistet.

43% der Bediensteten im Auswärtigen Dienst sind heute Frauen. Durch zügige Steigerungen in den letzten Jahren konnte beispielsweise bei den Einstellungen im höheren Dienst, der zum Posten einer Botschafterin führen kann, im Jahr 2006 erstmals ein Frauenanteil von über 50% erreicht werden.

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