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Menschenrechtsbeauftragte Kofler zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge

12.10.2019 - Pressemitteilung

Anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge am 13.10. erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Dr. Bärbel Kofler:

Extreme Naturereignisse verursachen weltweit viel zu oft großes menschliches Leid und schwere humanitäre Notlagen. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der Naturkatastrophen weltweit mehr als verdoppelt. Schwere Stürme wie der Zyklon Idai in Mosambik oder der Hurrikan Dorian auf den Bahamas sind nur einige Beispiele für die verheerenden Folgen und humanitären Notlagen nach solchen Katastrophen.

Wir müssen uns darum bemühen, die humanitären Folgen für die betroffenen Menschen zu mildern und sie dabei unterstützen, sich besser vorzubereiten. Indem wir die Vorsorge verbessern und die Widerstandsfähigkeit der Menschen in Risikogebieten stärken, können wir Leben retten und Leid verringern. Die Bundesregierung trägt dazu bei, indem sie die Entwicklung innovativer Ansätze der Katastrophenvorsorge fördert.

Naturkatastrophen machen vor staatlichen Grenzen nicht halt, und sie können alle Länder dieser Erde treffen. Katastrophenvorsorge ist deshalb eine Aufgabe für die gesamte Weltgemeinschaft. Deshalb müssen wir unsere Anstrengungen in der Katastrophenvorsorge noch besser koordinieren und bündeln und internationale Zusammenarbeit fördern. Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, denn je besser die Katastrophenvorsorge ist, desto mehr Leben können wir retten und desto mehr menschliches Leid können wir verhindern.

Hintergrund:

Das Auswärtige Amt engagiert sich bereits seit 1981 im Bereich der Katastrophenvorsorge. 1989 haben die Vereinten Nationen den 13. Oktober zum Internationalen Tag der Katastrophenvorsorge erklärt, um das Thema stärker auch ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

75 Prozent der Naturkatastrophen gehen inzwischen auf Extremwetterereignisse zurück. Eine verbesserte Anpassung an steigende Extremwettergefahren bildet daher einen Schwerpunkt der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts. Humanitäre Partner werden darin unterstützt, sich noch besser auf solche Ereignisse vorzubereiten. Wichtiges Element des Maßnahmenpakets ist die vorhersagebasierte Finanzierung (Forecast-based Financing, FbF). Finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe werden bereits vor extremen Wetterereignissen bereitgestellt. Dies geschieht, sobald bestimmte Schwellenwerte erreicht werden, die auf der Basis von detaillierten Extremwettervorhersagen und Risikoanalysen ermittelt werden. Ziel des FbF-Ansatzes ist es, drohende Unwetterkatastrophen besser vorherzusagen, ihre Auswirkungen, wenn möglich, zu minimieren – und menschliches Leid zu verhindern. Das Auswärtige Amt wird sich auch zukünftig dafür einsetzen, innovative Ansätze der Katastrophenvorsorge weltweit voranzutreiben.

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