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Die Ausbildung im mittleren Auswärtigen Dienst

06.01.2026 - Artikel

Die zweijährige Ausbildung sieht eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis vor und umfasst mehrere thematische Schwerpunkte.

Das Auswärtige Amt bildet seinen Nachwuchs im mittleren Auswärtigen Dienst in einem zweijährigen Vorbereitungsdienst selbst aus.

Der Vorbereitungsdienst beginnt in der Regel jedes Jahr zu Anfang April in der Akademie des Auswärtigen Dienstes in Berlin-Tegel. Er dauert 24 Monate. Das nächste Auswahlverfahren für den Einstellungstermin März 2027 beginnt am 3. März 2026.

Die Auszubildenden werden zu Beamtinnen und Beamten auf Widerruf ernannt und führen die Dienstbezeichnung Regierungssekretäranwärterin oder Regierungssekretaranwärter.

Sie werden in einer anspruchsvollen Ausbildung passgenau und mit viel Praxisbezug auf die Anforderungen des mittleren Auswärtigen Dienstes vorbereitet.

Neben einer intensiven theoretischen Ausbildung sind auch berufspraktische Zeiten in der Zentrale des Auswärtigen Amts und an einer Auslandsvertretung Teil des Vorbereitungsdienstes.

Während der Ausbildung in Berlin können die Anwärterinnen und Anwärter im mittleren Dienst in Studentenwohnungen auf dem Campus der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin-Tegel wohnen.

Im mittleren Auswärtigen Dienst erwartet die Anwärterinnen und Anwärter eine intensive und anspruchsvolle Ausbildung, die hohe Disziplin verlangt. Gleichzeitig erhalten sie bereits eine finanzielle Absicherung und die Aussicht auf einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz bei erfolgreichem Abschluss des Vorbereitungsdienstes.

Vorbereitungsdienst: Ablauf und Inhalt

Die Ausbildung sieht eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis vor. Sie umfasst u.a. folgende Abschnitte:

  • Fünfmonatiger Einführungslehrgang in der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin/Tegel
  • Zweimonatige praktische Ausbildung in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin („Inlandspraktikum“)
  • IT-Lehrgang (ein Monat)
  • Neunmonatige praktische Ausbildung an einer deutschen Auslandsvertretung, weltweit („Auslandspraktikum“)
  • Siebenmonatiger Abschlusslehrgang in der Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin/Tegel

Schwerpunkte der Ausbildung sind:

  • Organisation: Behördenaufbau und Geschäftsabläufe, Schriftgutverwaltung
  • Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen
  • Konsularrecht
  • Staatsangehörigkeits-, Pass- und Ausländerrecht und die dafür relevanten Grundlagen des Bürgerlichen Rechts
  • Öffentliches Dienstrecht, Besoldungs- und Reisekostenrecht
  • Sprachaus- bzw. Fortbildung
  • Informationstechnik
  • In einem Einführungslehrgang werden die Anwärterinnen und Anwärter mit den Aufgaben des mittleren Dienstes sowie dem Aufbau und den Aufgaben des Auswärtigen Amts und anderer Behörden vertraut gemacht.

Der Abschlusslehrgang baut auf den Ausbildungsinhalten des Einführungslehrgangs auf und vertieft die während der Praktika erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der laufbahnbezogenen Ausbildung.

Studienreisen in europäische Nachbarländer und Seminare zur Stärkung der persönlichen und berufsspezifischen Kompetenzen ergänzen die Ausbildung.

Beim mittleren Auswärtigen Dienst handelt es sich um einen Verwaltungs- und nicht um einen Sprachenberuf: Der Sprachunterricht tritt im Stundenansatz weit hinter die Verwaltungs- und Rechtsausbildung zurück.

Die Ausbildung wird mit der Laufbahnprüfung abgeschlossen, die aus einer schriftlichen und einer mündlichen Fachprüfung sowie einer Sprachprüfung in der Hauptsprache Englisch besteht.

Anwärterbezüge

Während der Ausbildung erhalten die Anwärterinnen und Anwärter bereits Bezüge, werden also für das Lernen bezahlt. Diese betragen derzeit 1517,57 Euro für alleinstehende Personen (Stand April 2025).

Anwärterinnen und Anwärter mit Ehe- oder Lebenspartner und/oder mit Kindern erhalten die aus den Anlagen der Bundesbesoldungsordnung zu entnehmenden Zuschläge.

Anwärterinnen und Anwärter, die bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Berufsbild nach dem Berufsbildungsgesetz verfügen (mit einer Regelausbildungszeit von mind. 36 Monaten) und diesen Beruf mindestens 12 Monate ausgeübt haben, können zusätzlich zu den normalen Anwärtergrundbezügen einen Anwärtersonderzuschlag in Höhe von 50 Prozent der Anwärtergrundbezüge erhalten.

Während eines Auslandsaufenthalts erhöht sich das zu versteuernde Bruttoinlandsgehalt um einen steuerfreien Auslandszuschlag, welcher in 20 Stufen eingeteilt ist und entsprechend der Lebensbedingungen am Ort variiert.

Mehr Informationen

Viele weitere Informationen zu Karrieremöglichkeiten im Auswärtigen Amt erhalten Sie auch auf dem Instagram-Account auswaertigesamt_karriere.

Wenn Sie noch Fragen haben: Pirmin Gerhards

030 5000 2975

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