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Kenia: Restaurierung des Missionarshauses Rebmann in Rabai

26.02.2018 - Artikel

Seit März 2017 fördert das Auswärtige Amt mit Mitteln aus dem Kulturerhalt-Programm die Restaurierung und Erweiterung des nahe Mombasa an der kenianischen Küste gelegenen Kulturzentrums Rabai.

Die Rabai-Kirche gilt als Ursprung des Christentums in Ost- und Zentralafrika.

Ehemaliges Missionarhaus in Rabai
Ehemaliges Missionarhaus in Rabai© Uwe Koppel

Hier übersetzte der deutsche Missionar Ludwig Krapf, der 1844 nach Kenia kam, die Bibel in Suaheli. Zusammen mit Johannes Rebmann, der ebenfalls als Missionar tätig war, wohnte er auf dem Gelände und konstruierte eine Kirche. Nachdem von ihren Wohnhäusern und der Kirche keine schützenswerte Bausubstanz mehr vorhanden war, wurden auf den Grundmauern mehrmals neue Gebäude errichtet. In den Jahren 1986/1987 unterstützte die deutsche Botschaft in Nairobi die Einrichtung eines kleinen Museums in der ehemaligen Kirche. Das Gelände in Rabai ist eng mit den in Kenia bekannten Missionaren Krapf und Rebmann verbunden.

Mit den Kulturerhalt-Mitteln des Auswärtigen Amtes wird das Rabai-Gelände in seiner kulturellen, historischen und religiösen Bedeutung breiten Bevölkerungskreisen zugängig gemacht. Als nationale Begegnungs-, Kultur- und Denkmalstätte bietet es die Möglichkeit zur Einbeziehung umliegender Gemeinden sowie zur Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Die Restaurierung der Bausubstanz ermöglicht die Nutzung des Rebmann-Hauses als Begegnungszentrum für die lokale Bevölkerung und die Kirchengemeinde. Daneben wird die ursprüngliche Kirche für eine vom Nationalmuseum Kenia konzipierte Ausstellung genutzt. Im Mittelpunkt der Projektmaßnahmen steht die Rehabilitierung der beiden Wohnhäuser und der ursprünglichen Kirche.

Ehemalige Missionarhütte
Ehemalige Missionarhütte© Uwe Koppel

Die entstehenden Besichtigungsmöglichkeiten für Touristen und Schulklassen tragen zu einem besseren kulturell-historischen Verständnis bei. Die Errichtung der Gedenkstätte mit religiösem und kulturellem Hintergrund auf dem Rabai-Gelände dient der Aufarbeitung der jüngeren kenianischen Geschichte. Sie stärkt die nationale Identität und fördert den partnerschaftlichen Kulturdialog.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem kenianischen Nationalmuseum, der anglikanischen Kirche Kenia in Rabai und der Lokalregierung durchgeführt.
Weitere Informationen finden Sie hier auf der Website des kenianischen Nationalmuseums.

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