Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Der Klimawandel - eine außenpolitische Herausforderung

04.09.2019 - Artikel

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und damit auch eine zentrale außenpolitische Aufgabe.

Zwar hat sich das Klima im Verlauf der Erdgeschichte immer wieder verändert. Doch hat sich der Wandel seit der industriellen Revolution durch die Anreicherung der Atmosphäre mit Treibhausgasen (vor allem CO2) stark beschleunigt. Die Temperaturen sind im Vergleich zu vorindustriellen Werten bereits um mehr als 1°C angestiegen. Damit bewegt sich die Erderwärmung immer weiter auf die im Übereinkommen von Paris vereinbarte Begrenzung des Anstiegs auf deutlich unter 2°C und möglichst auf 1,5°C zu. Die Folgen sind schon jetzt spürbar: Sie reichen vom Abschmelzen der Gletscher über steigende Meeresspiegel bis hin zu sich häufenden und immer intensiveren Extremwetterereignissen wie Stürmen, Starkregen und Dürren. Der Klimawandel führt damit auch dazu, dass der Druck auf essentielle Ressourcen wie Trinkwasser und Ackerland zunimmt.

Internationaler Klimaschutz als zentrale außenpolitische Aufgabe

Die Gefahr für Waldbrände und andere Extremwetterereignisse steigt.
Die Gefahr für Waldbrände und andere Extremwetterereignisse steigt.© picture alliance / Photoshot

Beim internationalen Klimaschutz geht es nicht ausschließlich um umweltpolitische Fragen: Die Umsetzung des Übereinkommens von Paris kann nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, die Entwicklungs-, Wirtschafts-, Finanz-, Energie- und Verkehrspolitik an den Zielen des Klimaschutzes zu orientieren. Außenpolitisch geht es darum, Klimapolitik zu einem zentralen Thema der bi- und multilateralen Beziehungen zu machen und die Umsetzung des Übereinkommens von Paris gemeinsam mit unseren Partnern in der Welt voranzubringen.

Drei Ziele stehen im Zentrum der Klimaaußenpolitik des Auswärtigen Amts:

  • Unterstützung der internationalen Klimapolitik
  • Die Auseinandersetzung mit außen- und sicherheitspolitischen Folgen des Klimawandels unter dem Begriff Klima und Sicherheit
  • Dialog mit dem Ausland für mehr Klimaschutz

Internationale Klimapolitik

Das Auswärtige Amt unterstützt das Bundesumweltministerium in den internationalen Klimahandlungen und ist auch Teil des Verhandlungsteams. Die deutschen Auslandsvertretungen werben weltweit für die deutschen und europäischen Positionen. Sie berichten regelmäßig über klimapolitische Entwicklungen in ihren Gastländern. Des Weiteren fördert das Auswärtige Amt den Dialog mit Schlüsselländern über die Umsetzung des Übereinkommens von Paris. Auch hier spielen zahlreiche Auslandsvertretungen eine aktive Rolle, indem sie Projekte aus Mitteln des Klimafonds des Auswärtigen Amtes fördern.

Jährlich im Vorfeld der internationalen Klimaverhandlungen veranstaltet das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium und dem Deutschen Klima-Konsortium ein Briefing für Nichtregierungsorganisationen sowie für Interessierte aus Politik, Wissenschaft und Diplomatie.

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben