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Internationale Arbeitnehmerrechte

29.06.2018 - Artikel

Deutschland macht sich rund um den Globus für faire Arbeitsbedingungen stark. Bis sie im Schaufenster oder Supermarkt landen, haben die meisten Produkte zahlreiche Grenzen überquert. In einer weltweit vernetzten Wirtschaft werden auch die Rechte von Arbeitnehmern zu einer internationalen Frage.

Arbeitnehmerrechte: eine globale Frage

In einer weltweit vernetzten Wirtschaft werden auch die Rechte von Arbeitnehmern zu einer internationalen Frage.
In einer weltweit vernetzten Wirtschaft werden auch die Rechte von Arbeitnehmern zu einer internationalen Frage.© dpa

Der Arbeitsstab Internationale Arbeitnehmerrechte und -fragen analysiert im Auswärtigen Amt die sozialen Folgen der Globalisierung. Dabei arbeitet er in engem Austausch mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden. Zu den Aufgaben des Auswärtigen Amts gehört es auch, deutsche Unternehmen im Ausland zu unterstützen. Der Beitrag zu einer fairen Entwicklung der Arbeitsbedingungen vor Ort spielt dabei eine wichtige Rolle.

Fortschritte nur durch internationale Zusammenarbeit

Für Deutschland ist klar, dass es dabei Fortschritte nur durch multilaterale Zusammenarbeit geben kann. Den Schutz von Arbeitnehmerrechten hat die Bundesregierung darum zu einem Kernthema der deutschen G7- und G20-Präsidentschaft  gemacht.  Die wichtigste Richtschnur dabei sind die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Auf sie nimmt auch der Nationale Aktionsplan „Wirtschaft und Menschenrechte“ Bezug. Sie bestehen aus internationalen Übereinkommen, die menschenwürdige Arbeits- und Sozialstandards etablieren.

Das deutsche Sozialmodell vor neuen Herausforderungen

Die deutsche Wirtschaft gewinnt ihre Kraft auch aus der guten Kooperation zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Sie beruht zu großen Teilen auf dem Erfolgsmodell der Mitbestimmung: Auf allen Ebenen eines Unternehmens und Betriebs werden dabei alle Beteiligten an den wichtigen Entscheidungen beteiligt. Doch die weltweite Vernetzung von Arbeit und Produktion stellt das deutsche Modell vor neue Herausforderungen. Durch die Globalisierung findet Mitbestimmung mittlerweile immer mehr auch in europäischen und internationalen Strukturen statt.

Weltweites Experten-Netzwerk

Das Auswärtige Amt verfügt über ein weltweit einmaliges Expertennetzwerk in Arbeits-, Sozial- und Gesundheitsfragen: An zahlreichen deutschen Botschaften sind spezialisierte Sozialreferenten im Einsatz. Entsandt werden sie sowohl aus dem Ministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), als auch aus den Reihen der Gewerkschaften und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Sie vernetzen die Bundesregierung rund um den Globus mit ausländischen Arbeitsministerien, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden.

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