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Umwelt- und Klimapolitik

10.02.2015 - Artikel

Deutschland engagiert sich zusammen mit seinen Partnern aktiv im Rahmen der Klima- und Umweltkooperation in Lateinamerika. Wichtige Kooperationsbereiche sind Wassermanagement, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Management von Naturschutzgebieten und die Stärkung von Umweltbehörden.

Biologin bringt eine Wildkamera an einem Baum an
Biologin bringt eine Wildkamera an einem Baum an© GIZ/Werner

Die biologische Vielfalt Lateinamerikas ist besonders reich: es gibt viele verschiedene Ökosysteme, Tier- und Pflanzenarten und genetische Ressourcen. Der Subkontinent beherbergt fast die Hälfte der weltweit existierenden Tropenwälder und besitzt in seinen vielfältigen Naturräumen teilweise noch unentdeckte Schätze mit großem Potenzial, etwa für die Biotechnologie und Medizin der Zukunft. Gleichzeitig ist Lateinamerika reich an einer Vielzahl weltweit nachgefragter endlicher Ressourcen (Kupfer, Lithium, diverse Stahlveredler, Seltene Erden).

Der wirtschaftliche Aufschwung der Länder Lateinamerikas basiert zu großen Teilen auf der weltweiten Nachfrage nach diesen Rohstoffen, deren Gewinnung wiederum beträchtliche Konsequenzen für die Umwelt nach sich zieht. Zugleich sind in Lateinamerika die Auswirkungen des Klimawandels besonders deutlich erkennbar. Temperaturen steigen an, Niederschläge verteilen sich wesentlich anders, im Andenraum schmelzen die Gletscher, in Zentralamerika und der Karibik sind Anzahl und Ausmaß von Unwettern und anderen Naturkatastrophen deutlich gestiegen.

Dringender Handlungsbedarf

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung Lateinamerikas konzentriert sich in Metropolen an der Küste; durch den Anstieg des Meeresspiegels sind diese besonders bedroht. Der Klimawandel mit seinen schon heute spürbaren Auswirkungen auf Wasserversorgung und Ernährungssicherheit wie auch die Zerstörung wertvoller Naturräume bedeutet für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik eine existenzielle Gefahr.

Als Folge dieser Entwicklungen ergibt sich dringender Handlungsbedarf auch für die lateinamerikanischen Staaten, Umweltbelastungen zu reduzieren und eine deutlich nachhaltigere Entwicklung anzustreben.

Deutsch-lateinamerikanische Klima- und Umweltkooperation

Amazonasregenwald
Amazonasregenwald© picture-alliance / dpa

Deutschland engagiert sich zusammen mit seinen Partnern aktiv im Rahmen der Klima- und Umweltkooperation. Die Kooperation wächst seit einigen Jahren stetig; das Gesamtvolumen von Projekten mit deutscher Beteiligung liegt inzwischen im dreistelligen Millionenbereich. Wichtige Kooperationsbereiche sind u.a. Wassermanagement, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Management von Naturschutzgebieten und die Stärkung von Umweltbehörden. Seit den 90er Jahren ist Deutschland führender Kooperationspartner im weltweiten Tropenwaldschutz und bei der Bewahrung der biologischen Vielfalt.

Die Klima- und Umweltkooperation ist dabei auch ein wichtiger Eckpfeiler für eine an Nachhaltigkeit orientierte Entwicklungszusammenarbeit. So bietet die Förderung regenerativer Energieträger und des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft gerade auch für weniger entwickelte Länder neue Chancen für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.

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