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Beziehungen zu Deutschland Vanuatu

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Stand: Juni 2018

Diplomatische Beziehungen zwischen Vanuatu und Deutschland wurden am 22. April 1981 aufgenommen. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Staaten sind freundschaftlich und problemlos. Die deutsche Botschafterin in Canberra, Australien, ist auch in Vanuatu akkreditiert.

Das bilaterale Handelsvolumen lag im Jahr 2016 bei etwa 1 Million EUR: Deutschland führte aus Vanuatu Waren im Wert von 24.000 EUR ein, während die Ausfuhr nach Vanuatu 0,998 Millionen EUR betrug. In der Rangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland liegt Vanuatu auf Platz 213 (Importe nach Deutschland) bzw. Rang 212 (Exporte nach Vanuatu).

Nach dem verheerenden Wirbelsturm Pam im März 2015 unterstützte Deutschland Vanuatu aus Mitteln des Auswärtigen Amts mit einer Soforthilfe in Höhe von 240.000 EUR, welche über die vorhandene Projektstruktur der GIZ abgewickelt wurde. Weitere 6 Millionen EUR wurden aus Mitteln des BMZ  über die KfW an SPC (Pacific Community) zur Postzyklon-Rehabilitierung vergeben. Deutschland unterstützt vor allem über seine substantiellen Beiträge an die Europäische Union die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung Vanuatus. Die EU ist in der Region nach Australien, China und  Neuseeland der viertwichtigste Geber von Entwicklungshilfe. Dabei werden den Partnerländern im Rahmen von Länderstrategiepapieren finanzielle Mittel für verschiedene Projekte und Programme zugewiesen. Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 waren für Vanuatu im Rahmen des 11. EDF (European Development Fund) insgesamt 31,3 Mio. EUR vorgesehen. Schwerpunkt des 11. EDF in Vanuatu ist der Ausbau und die Unterstützung der Landwirtschaft.

Vanuatu ist auch in die enge klimapolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit den Staaten der Südpazifik-Region eingebunden. Der damalige Premierminister Vanuatus, Edward Natapei, hatte im Dezember 2009 auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel an einem Klima-Forum in Berlin teilgenommen.

Teilnehmer aus Vanuatu waren auch bei dem Seminar „Seismologie und Tsunami-Frühwarnung“ des Geoforschungszentrums Potsdam im Juli 2010 vertreten. Bei der COP 23 in Bonn im November 2017 war Vanuatu auf Ebene der Regierungschefs vertreten: Premierminister Charlot Salwai Tabimasmas führte die vanuatische Delegation an. Im Kontext der Konferenz förderte das Auswärtige Amt auch ein Journalisten-Training, in dessen Rahmen 10 Journalisten aus pazifischen Inselstaaten die Gelegenheit bekamen, nach Bonn zu reisen und von der Klimakonferenz zu berichten. Parallel nahmen Sie an einem Medientraining der Deutschen Welle teil. Aus Vanuatu nahm eine Schriftjournalistin an der Reise teil.

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


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Kinder spielen Fußball am Strand von Lelepa, Vanuatu
Kinder spielen Fußball am Strand von Lelepa, Vanuatu © picture alliance / Pressefoto Ulmer

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