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Europäische Solidarität stärken  - Außenminister Maas in Ungarn Ungarn

DDR-Flüchtlinge überqueren anlässlich des Paneuropäischen Picknicks am 19.08.1989 die Grenze von Ungarn nach Österreich.

DDR-Flüchtlinge überqueren anlässlich des Paneuropäischen Picknicks am 19.08.1989 die Grenze von Ungarn nach Österreich., © IMAGNO

04.11.2019 - Artikel

In Budapest gedenkt Außenminister Maas des Falls der Mauer und des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren und wirbt für eine europäische Zusammenarbeit im Geist der Ereignisse von 1989.

Ungarische Solidarität 1989

Außenminister Maas traf in Budapest Zeitzeugen
Außenminister Maas traf in Budapest Zeitzeugen© Florian Gaertner/photothek.net

Die Reise des Außenministers stand im Zeichen des Falls der Mauer und des Eisernen Vorhangs vor 30 Jahren: Es war Ungarn, das 1989 als erstes Land offiziell die Ausreise aller DDR-Bürger „in ein Land ihrer Wahl“ genehmigte. Das Handeln der ungarischen Regierung im Sommer und Herbst 1989 und die Solidarität der ungarischen Bevölkerung sind ein zentrales Ereignis auf dem Weg zum Mauerfall vor 30 Jahren.

Bei einem Besuch der Zentrale des ungarischen Malteser Hilfsdienstes und der Kirche zur Heiligen Familie traf Maas mit Zeitzeugen zusammen. Im an die Kirche angrenzenden Klostergarten wurden im August 1989, als die deutsche Botschaft wegen Überfüllung geschlossen werden musste, DDR-Flüchtlinge untergebracht. Bis September 1989 wurden mehr als 55.000 DDR-Bürgerinnen und -Bürger durch den Malteser Hilfsdienst und zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer versorgt und fanden Schutz, Trost und ein vorübergehendes Zuhause. Eine große Geste der Solidarität, für die Maas den Maltesern und Ungarn dankte.

1989 als europäischer Impuls

Die Reise schließt sich an viele weitere Reisen, Veranstaltungen und Gespräche des Ministers in den letzten Wochen an, mit denen Außenminister Maas die besondere Rolle der osteuropäischen Nachbarländer Deutschlands und den großen Mut der dortigen Bevölkerungen im Sommer und Herbst 1989 würdigt. Neben Ungarn stehen auch Tschechien und Polen im Mittelpunkt des Gedenkens. Den Geist der europäischen Solidarität von 1989 möchte Maas in die Gegenwart tragen und die Beziehungen zu Ungarn und den anderen östlichen EU-Partnerländern in diesem Licht gestalten und weiterentwickeln.

Europäische Zusammenarbeit stärken

Außenminister Heiko Maas mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó
Außenminister Heiko Maas mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó© Florian Gaertner/photothek.net

Der Ausbau der bilateralen Beziehungen und die europäische Zusammenarbeit standen beim Treffen von Maas mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó im Vordergrund. Deutschland und Ungarn verbinden enge wie gute wirtschaftliche, kulturelle und sicherheitspolitische Beziehungen. Die Außenminister sprachen auch über die Haltung beider Länder in der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik und der Migrationspolitik. Maas warb dabei für die Agenda der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020 und eine starke, einstimmige und stringente EU Außen- und Sicherheitspolitik.

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