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Mehr Hilfe für Syrien: Deutschland sagt eine Milliarde Euro zu Syrien

Außenminister Maas bei der Brüsseler Geberkonferenz für Syrien.

Außenminister Maas bei der Brüsseler Geberkonferenz für Syrien., © Thomas Trutschel/photothek.net

25.04.2018 - Artikel

Außenminister Maas hat am Mittwoch (25.04.) an der Brüsseler Geberkonferenz für Syrien teilgenommen. Dabei sagte er für Deutschland weitere Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro zu, um die notleidenden Menschen in Syrien zu unterstützen.

Außenminister Maas ist am Mittwoch (25.04.) zur Syrien-Geberkonferenz nach Brüssel gereist. An dem Treffen, das gemeinsam von der Europäischer Union und den Vereinten Nationen ausgerichtet wird, nehmen Vertreter von mehr als 85 Staaten und zahlreichen Hilfsorganisationen teil.

Außenminister Maas tritt vor die Presse.
Außenminister Maas tritt vor die Presse.© Thomas Trutschel/photothek.net

„Damit die Menschen in Syrien auf Frieden hoffen können, müssen wir mit aller Kraft einen Verhandlungsprozess in Gang setzen“, sagt Außenminister Maas. Die Millionen Menschen, die in Syrien und seinen Nachbarländen auf Hilfe zum Überleben angewiesen sind, werde Deutschland auch weiterhin nicht alleine lassen, so Maas.

Einsatz für diplomatische Lösung

Der Einsatz für einen diplomatischen Ausweg aus dem Syrien-Konflikt hatte den Außenminister in den letzten Tagen bereits nach Toronto und New York geführt. Beim Treffen der G7-Außenminister in Kanada und im Hauptquartier der Vereinten Nationen warb Maas dafür, mit vereinten Kräften neue Impulse für einen Verhandlungsprozess zu schaffen. Dafür sei auch der Dialog mit Russland unverzichtbar, betonte der Außenminister.

Deutschland unter größten Gebern

Deutschland gehört weltweit zu den Ländern, die am meisten Gelder zur Verfügung stellen, um das Leid der Menschen in Syrien und den Nachbarländern zu lindern. Seit 2012 hat die Bundesregierung allein über zwei Milliarden Euro an humanitärer Hilfe für die Menschen in Syrien geleistet. Mehr als 13 Millionen Menschen sind dort auf Hilfe angewiesen, um zu überleben. Viele der umkämpften Gebiete sind immer wieder für Monate von allen Hilfslieferungen abgeschnitten. Millionen Menschen haben auf der Flucht vor Zerstörung und Gewalt alles verloren. 

Politische Gespräche

In Brüssel wird Maas unter anderem mit dem Sondergesandten für Syrien der Vereinten Nationen Staffan de Mistura und den Vertretern verschiedener UN-Hilfswerke zusammentreffen. Zudem wird Maas eine Initiative für die strafrechtliche Verfolgung von in Syrien begangenen Kriegsverbrechen unterstützen.

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