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Slowenien: Beziehungen zu Deutschland Slowenien

09.04.2019 - Artikel


Politische Beziehungen

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien wurden am 15. Januar 1992 aufgenommen. Die deutsch-slowenischen Beziehungen sind sehr gut und von gegenseitigem Vertrauen gekennzeichnet. Zahlreiche hochrangige Besuche haben die freundschaftlichen Beziehungen unterstrichen. Seit 2017 wurden die bilateralen Beziehungen im Rahmen eines regelmäßigen Deutsch-Slowenischen Dialogs intensiviert. Gemeinsam mit Deutschland und Portugal ist Slowenien Teil der nächsten Trio-Ratspräsidentschaft ab Juli 2020.
Am 18. Oktober 2018 traf der slowenische Ministerpräsident Marjan Šarec Bundeskanzlerin Merkel zu Gesprächen in Berlin. Bundespräsident Steinmeier empfing am 14. März 2018 Präsident Borut Pahor. Am 3. Dezember 2018 besuchte der slowenische Außenminister Miro Cerar Berlin zu einem Treffen mit Außenminister Maas. Die deutsch-slowenische Freundschaftsgruppe aus dem Bundestag reiste im Oktober 2015 nach Slowenien, ein Gegenbesuch der slowenisch-deutschen Gruppe erfolgte im September 2016.

Wirtschaftsbeziehungen

Die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit ist außerordentlich eng. Deutschland ist mit einem Anteil von 19 Prozent am Außenhandelsvolumen der mit Abstand wichtigste Handelspartner Sloweniens. Bei den ausländischen Investitionen in Slowenien und beim slowenischen Export rangiert Deutschland auf den ersten Plätzen. Etwa 570 deutsche Unternehmen und Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in Slowenien tätig. Sie beschäftigen direkt rund 8Prozent aller slowenischen Arbeitnehmer, erzielen knapp 15Prozent der Umsätze und sind für 20 Prozent aller Exporte verantwortlich. Die Deutsch-Slowenische Industrie- und Handelskammer feierte 2016 ihr zehnjähriges Bestehen.

Kulturelle Beziehungen

Zwischen Deutschland und Slowenien besteht seit Juni 1994 ein Kulturabkommen.

Das Goethe-Institut Ljubljana besteht seit 2004. Im Juni 1995 wurde in den Räumen der Technischen Bibliothek der Universität Ljubljana ein Deutscher Lesesaal eröffnet, der am 6. Juli 2009 in „Deutsche Bibliothek“ umbenannt und vom Goethe-Institut mittlerweile mit über 5.000 Medieneinheiten (Büchern, Zeitschriften- bzw. Zeitungsabonnements sowie CD-ROMs, CDs und Videos) ausgestattet wurde. Die Deutsche Bibliothek Ljubljana befindet sich inzwischen in den Räumen der Technischen Zentralbibliothek.

Am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Ljubljana ist eine Lektorin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) tätig. An der Universität Maribor arbeitet ein Sprachassistent des DAAD. Ergänzt wird diese Arbeit durch DAAD-Stipendien, die jährlich auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten vergeben werden.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An 19 Schulen besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben.. Insgesamt lernen ca. 70.000 Schüler Deutsch. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. Zudem gibt es in Slowenien eine Partnerschule des Goethe-Instituts (Grundschule Beltinci).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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