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Erfolgreiche Transition nach der Krise  Sierra Leone

Außenminister Heiko Maas trifft den Außenminister Sierra Leones Alie Kabba

Außenminister Heiko Maas trifft den Außenminister Sierra Leones Alie Kabba, © Xander Heinl/photothek.net

25.02.2019 - Artikel

Bei seinem Besuch in Sierra Leone sicherte Außenminister Maas dem Land weitere Unterstützung auf seinem Weg in die Stabilität zu.

Sonnenaufgang in Freetown, Sierra Leone
Sonnenaufgang in Freetown, Sierra Leone© Xander Heinl/photothek.net

Die Reise begann auch für einen Außenminister ungewöhnlich: Mit einer Fähre setzte die Delegation vom Flughafen in die Hauptstadt Freetown über. Dort erwartete Außenminister Maas ein vielfältiges und dichtes Programm. Sierra Leone ist eines von wenigen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent, das nach dem langen Bürgerkrieg der 90er Jahre erfolgreich den Weg von Stabilisierung und Demokratisierung beschreitet. Ein Beispiel also, wie mithilfe internationaler Organisationen und Partner alle Phasen des internationalen Krisenmanagements gelingen können und ein nachhaltiger Wandel möglich ist.

Stabilisierung im Fokus

In Gesprächen mit dem Außenminister Dr. Alie Kabba und dem Präsidenten Sierra Leones, Julius Maada Bio ging es vor allem um das Thema zivile Konfliktnachsorge und politische Versöhnung und die Frage, wie das Land als Vorbild und Beispiel für andere Konfliktländer dienen kann. Das Thema stand auch bei einem Treffen mit Vertretern und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft im Mittelpunkt, etwa mit Blick auf den Handel mit Rohstoffen aus Konfliktregionen, die Rolle von Religionsgemeinschaften in Friedensprozessen und die anhaltende Bedeutung der Zivilgesellschaft für den politischen Prozess. Zusätzlich stand die Besichtigung des von Deutschland unterstützten Emergency Operational Centre (EOC) in der Hauptstadt Freetown auf dem Programm.

Rolle von Frauen in Postkonflikt-Gesellschaften

Im Gespräch mit Frauen aus allen Teilen der Gesellschaft stand eines der Schwerpunktthemen der deutschen Sicherheitsratsmitgliedschaft im Vordergrund: Der Schutz sowie die Förderung einer aktiven Rolle von Frauen in Konflikten und ihrer Aufarbeitung entlang von Sicherheitsratsresolution 1325.

Westafrikareise: Verschiedene Phasen im Kreislauf des internationalen Krisenmanagements

Außenminister Heiko Maas in Sierra Leone
Außenminister Heiko Maas in Sierra Leone© Xander Heinl/photothek.net

Als erste Station seiner Reise nach Westafrika besuchte Außenminister Maas Sierra Leone. Weitere Stationen der Reise sind Burkina Faso und Mali. Den Ländern ist gemein, dass sie alle in verschiedenen Phasen des internationalem Krisenmanagements stehen: Sei es im Bereich der Konfliktprävention, dem Weg aus der Krise oder der nachhaltigen Friedenssicherung nach der Krise. Konfliktprävention, nachhaltige Friedenssicherung und Stärkung eines umfassenden Ansatzes für die Lösung und Verhinderung von Konflikten sind Schwerpunkte deutscher Außenpolitik und der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat.

Gleichzeitig ist das Auswärtige Amt von der Bundesregierung damit betraut, die Leitlinien für die Afrikapolitik Deutschlands zu überarbeiten – ein Prozess der aktuell kurz vor dem Abschluss steht. Vor diesem Hintergrund geht es Außenminister Maas auch darum, vor Ort zu sein und zu verstehen: Wie und in welchem Rahmen kann die Kooperation mit afrikanischen Ländern vertieft, verbessert und zeitgemäß werden? Wie kann Deutschland einen Beitrag – sei es bilateral oder im Rahmen multilateraler Netzwerke – unser bei Konfliktprävention und Krisenbewältigung in Afrika leisten?

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