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Im Gedenken an die Leningrader Blockade: Bundesregierung fördert Projekte in St. Petersburg Russische Föderation

Leningrader Frauen vor den Trümmern eines brennenden Hauses

Leningrader Frauen vor den Trümmern eines brennenden Hauses, © dpa / picture alliance

27.01.2019 - Artikel

Vor 75 Jahren endete die Leningrader Blockade, als sowjetische Truppen das heutige St. Petersburg von der Wehrmacht befreiten. Deutschland und Russland wollen nun gemeinsam ein Zeichen der Versöhnung und des Erinnerns setzen.

Gedenken an 872 Tage Hungern und Leid

Das Leid, das Deutsche in Russland verursacht haben, kennen besonders die Menschen in Sankt Petersburg. Dort, am Ort der schrecklichen Leningrader Blockade, leben jetzt noch Menschen, die diese düstere Zeit durchleiden mussten.

Das sagte Außenminister Maas bei seinem Antrittsbesuch in Moskau im Mai 2018.

Am 27. Januar 1944 wurde Leningrad – das heutige St. Petersburg -  durch sowjetische Truppen von der Blockade durch die deutsche Wehrmacht befreit. Mit der Befreiung endete eine 872 Tage dauernde Zeit des Hungerns und Leidens. Mehr als eine Million Menschen starben durch die Belagerung. Die Leningrader Blockade ging als brutaler Akt gegen eine ganze Stadt und ihre Bevölkerung in die Geschichte ein.

Außenminister Maas mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow (gegenüber von Maas; 09.05.2018)
Außenminister Maas mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow (gegenüber von Maas; 09.05.2018)© Xander Heinl/photothek.net

Deutschland steht zu seiner historischen Verantwortung. Außenminister Maas hat deshalb im Mai letzten Jahres mit dem russischen Außenminister Lawrow verabredet, ein Projekt zur Unterstützung der Überlebenden der Leningrader Blockade durchzuführen. Als Geste der Versöhnung und des Erinnerns fördert die Bundesregierung zum einen die Modernisierung des Krankenhauses für Kriegsveteranen in St. Petersburg. In diesem Krankenhaus werden zahlreiche noch lebende Blockadeopfer behandelt. Ihnen soll die Unterstützung zu Gute kommen.

Zum anderen fördert die Bundesregierung die Einrichtung eines deutsch-russisches Begegnungszentrums in St. Petersburg. Hier sollen sich Deutsche und Russen, darunter auch Blockadeopfer, zum Austausch und Erinnern treffen können. Für beide Projekte sind Gelder in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Euro vorgesehen.

Pläne sollen bald umgesetzt werden

Heute (27.1.2019), am 75. Jahrestag der Leningrader Blockade, gaben beide Außenminister das Startsignal für die Umsetzung der Projekte, die in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)  als Durchführungsorganisation erfolgt. 

Außenminister Maas sagte, diese Geste sei „ein Symbol dafür, dass wir uns unserer Verantwortung bewusst sind, aber auch ein Signal, dass so etwas niemals wieder geschehen darf.“

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