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Deutschland und die Russische Föderation: bilaterale Beziehungen Russische Föderation

02.10.2019 - Artikel

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind vielfältig. Das politische Verhältnis wird überschattet von Verstößen Russlands gegen völkerrechtliche Grundprinzipien wie der Annexion der Krim durch Russland und dem russischen Vorgehen im Osten der Ukraine. Die Europäische Union hat mit Sanktionen gegen Russland reagiert. Dazu zählen Konten- und Einreisesperren für Personen und Unternehmen sowie sektorale Wirtschafts- und Finanzsanktionen. Russland hat im Gegenzug den Import bestimmter Agrarprodukte aus der EU verboten.

Zugleich bleibt der Dialog mit Russland wichtig. Eine wichtige Grundlage sind die Regeln der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und des Europarats. Im Normandie-Format setzt sich Deutschland mit Frankreich für die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen ein. Über aktuelle Fragen der Sicherheitspolitik tauschen sich beide Staaten zudem  im Rahmen der deutsch-russischen Hohen Arbeitsgruppe für Sicherheitspolitik (HAGS) aus.

Ein wichtiges bilaterales Forum für den deutsch-russischen Dialog ist der jährlich tagende Petersburger Dialog mit zehn Arbeitsgruppen zu verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen. Die gemeinsamen deutsch-russischen Themenjahre heben jeweils einen Bereich der bilateralen Zusammenarbeit besonders hervor.

Deutschland ist nach China wichtigster Handelspartner Russlands. Russlands wichtigste Exporte sind Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas. Deutschland exportiert vorwiegend Erzeugnisse des Maschinenbaus, Fahrzeuge und Fahrzeugteile.

Zwischen Deutschland und Russland besteht ein reger Kultur- und Bildungsaustausch. Deutsch ist nach dem Englischen die am häufigsten gelernte Sprache in Russland. Der Jugendaustausch wird u.a. durch die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gefördert.

Eine wichtige Rolle in den deutsch-russischen Beziehungen nimmt das historische Gedenken ein. Der Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg ist zentraler Bestandteil der russischen Erinnerungskultur. Deutschland ist sich seiner Verantwortung gegenüber Russland und den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion für 27 Millionen sowjetische Opfer bewusst.

Die Bundesregierung fördert zudem die kulturelle Identität der deutschen Minderheit in Russland.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Weitere Informationen

Dirk Wiese ist seit April 2018 Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft.

Russland, Zentralasien, Östliche Partnerschaft

Seit 2014 ermöglicht das Programm zum Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen, ihre Rolle als zentrale Akteure und wichtige Partner staatlichen Handelns wahrzunehmen.

Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland

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