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Deutschland und Rumänien: Bilaterale Beziehungen Rumänien

12.02.2020 - Artikel

Der Freundschaftsvertrag (1992) untermauert die guten und engen Beziehungen. Deutschland wird positiv angerechnet, dass es im Rahmen des EU-Beitritts umfangreiche Unterstützung geleistet hat. Deutschland und Rumänien eint das Interesse an einem handlungsfähigen und einigen Europa. Gemeinsam mit den USA gilt Deutschland als wichtigster außenpolitischer Partner. Rumänien hat den EU-Fiskalpakt ratifiziert und strebt die Euroeinführung an. Europapolitisches Ziel ist die Vollanwendung des Schengen-Abkommens. Wichtige außenpolitische Priorität ist Stabilität der benachbarten Regionen (Balkan bis Schwarzmeerraum). Rumänien ist NATO-Mitglied (seit 2004) sowie im Rahmen der VN, der OSZE, des Europarates und bei regionalen EU-Initiativen (Donauraumstrategie, Östliche Partnerschaft) aktiv.

Brückenfunktion hat die im Land angesehene deutsche Minderheit (als viertgrößte ethnische Minderheit, ca. 37.000 Personen), die im „Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien“ organisiert ist. Deutschsprachiger Unterricht wird verstärkt auch von Eltern ohne deutschsprachigen Hintergrund nachgefragt. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) ist vertreten, das PASCH-Netz umfasst 55 Partnerschulen. Die Deutsche Schule Bukarest wird ihr neues Schulgebäude, dessen Bau maßgeblich vom Auswärtigen Amt gefördert wird, im August 2020 beziehen. Beliebt sind die (über 80) deutschsprachigen Studiengänge an rumänischen Universitäten.

Die Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit EU-Beitritt deutlich positiv. Deutschland ist der wichtigste Handelspartner und nimmt den zweiten Platz bei den ausländischen Direktinvestitionen ein. Schwerpunkt der deutschen Investitionen ist die Kfz-Zulieferbranche. In vielen Branchen ist allerdings Personalmangel und brain-drain in andere EU-Länder mit besseren Verdienst- und Rahmenbedingungen spürbar. Die deutsche Wirtschaft organisiert sich in der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer, durch ein Korrespondentenbüro von Germany Trade and Invest sowie regionale deutsche Wirtschaftsclubs.

Rumänien – und besonders Bukarest - hat eine sehr lebendige kulturelle Szene. Deutsche Akteure - das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stiftung - sind mit ihren Projekten sichtbar.

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