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Deutschland und Rumänien: Bilaterale Beziehungen Rumänien

02.03.2021 - Artikel

Der deutsch-rumänische Freundschaftsvertrag von 1992 ist eine Grundlage für die guten und engen bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien. Beide Länder eint das Interesse an einem handlungsfähigen und einigen Europa. Gemeinsam mit den USA gilt Deutschland als wichtigster außenpolitischer Partner. Außenpolitische Priorität Rumäniens ist die Stabilität der benachbarten Regionen vom Balkan bis zum Schwarzen Meer. Rumänien ist seit 2004 NATO-Mitglied und seit 2007 Mitglied der Europäischen Union sowie im Rahmen der VN, der OSZE, des Europarates und bei regionalen EU-Initiativen (Donauraumstrategie, Östliche Partnerschaft, Drei-Meeres-Initiative) aktiv.

Die im Land angesehene deutsche Minderheit hat eine wesentliche Brückenfunktion inne; sie ist die viertgrößte ethnische Minderheit in Rumänien (ca. 37.000 Personen) und im „Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien“ organisiert. Heute wird deutschsprachiger Unterricht in Rumänien verstärkt auch von Eltern ohne deutschsprachigen Hintergrund nachgefragt. Der Deutsch-Unterricht wird unterstützt durch die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und das PASCH-Netz, das 55 Partnerschulen umfasst. Die Deutsche Schule Bukarest hat im August 2020 ein neues Schulgebäude bezogen, dessen Bau maßgeblich vom Auswärtigen Amt gefördert wurde. Beliebt sind die (über 80) deutschsprachigen Studiengänge an rumänischen Universitäten.

Die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen entwickeln sich seit dem EU-Beitritt Rumäniens sehr positiv: Deutschland ist der wichtigste Handelspartner Rumäniens und nimmt den ersten Platz bei den ausländischen Direktinvestitionen ein. Schwerpunkt der deutschen Investitionen ist die Kfz-Zulieferbranche und der Einzelhandel. In vielen Branchen ist allerdings Personalmangel und brain-drain in andere EU-Länder mit besseren Verdienst- und Rahmenbedingungen spürbar. Die deutsche Wirtschaft organisiert sich in der Deutsch-Rumänischen Industrie- und Handelskammer, durch ein Korrespondentenbüro von Germany Trade and Invest sowie in regionalen deutschen Wirtschaftsclubs.

Rumänien – und besonders Bukarest - hat eine sehr lebendige kulturelle Szene. Rumänien ist eng mit dem deutschen Kulturraum verbunden; durch die deutsche Minderheit in Rumänien gibt eine lebendige Tradition, die das Interesse an Sprache und Kultur pflegt. Deutsche Mittler - das Goethe-Institut, das Institut für Auslandsbeziehungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Alexander von Humboldt-Stiftung - sind mit ihren Programmen sichtbar vertreten.

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