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Deutschland und Namibia: Bilaterale Beziehungen

12.03.2026 - Artikel

Die namibisch-deutschen Beziehungen sind vielfältig und eng, etwa bei Investitionen in die Produktion von grünem Wasserstoff, in der Entwicklungszusammenarbeit, dem Tourismus, im Kulturbereich oder bei der Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen. Zudem bestehen enge zivilgesellschaftliche Beziehungen beispielsweise im Rahmen von Städtepartnerschaften.

Ein zentrales Anliegen der Bundesregierung ist die Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit im der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika sowie insbesondere die Versöhnung vor dem Hintergrund des im Krieg von 1904 bis 1908 an den Völkern der Herero und Nama begangenen Völkermords. Im Mai 2021 wurde hierzu eine Gemeinsame Erklärung paraphiert; die bilateralen Verhandlungen unter Einbeziehung der betroffenen Gemeinschaften werden fortgeführt. Daneben gibt es seit vielen Jahren zur Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Kulturgüterrückgaben, Kulturerhalt und Kulturprojekte sowie in der Forschung.

Dem besonderen bilateralen Verhältnis trägt auch die Entwicklungszusammenarbeit Rechnung, welche im Jahr 2025 ihr 35-jähriges Jubiläum feierte. Bei den Regierungsverhandlungen im November 2025 wurden rund 43,8 Millionen Euro an zinsvergünstigten Krediten und Zuschüssen zugesagt.

Die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen sind breit angelegt. Das Goethe-Institut, die bilinguale Deutsche Höhere Privatschule Windhuk, neun Partnerschulen und die Deutsche Welle engagieren sich in umfangreicher Sprach- und Programmarbeit. Hochschulkooperationen bestehen mit der University of Namibia (UNAM) und der Namibia University of Science and Technology. Gemeinsam mit europäischen Partnern und der UNAM betreibt das Max-Planck-Institut für Kernphysik Heidelberg im zentralnamibischen Khomas-Hochland das „High Energy Stereoscopic System“ Teleskop.

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