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Deutschland und Madagaskar: bilaterale Beziehungen

22.12.2021 - Artikel

Der 1883 unterzeichnete deutsch-madagassische Freundschaftsvertrag ist Zeugnis des traditionell freundschaftlichen Verhältnisses zwischen den beiden Ländern.

Der Putsch von 2009 und die anschließende schwere politische und wirtschaftliche Krise in Madagaskar von 2009 bis 2013 führten zu einer vorrübergehenden Unterbrechung der traditionell stark ausgeprägten Entwicklungszusammenarbeit. Diese wurde 2014 wiederaufgenommen und konzentriert sich aktuell auf die Bereiche Umweltschutz (Erhalt der einzigartigen Biodiversität Madagaskars), Energie und Landwirtschaft. Deutschland ist drittgrößter bilateraler Geber sowie größter Geber im Umweltbereich. Außerdem unterstützt Deutschland Madagaskar bei Dezentralisierung, Korruptionsbekämpfung und aufgrund der Hungersnot im Süden auch mit humanitärer Hilfe.

Madagaskar ist offen gegenüber stärkerem Engagement internationaler Investoren und will auch die Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland ausbauen. Aktuell ist Deutschland einer der größten Abnehmer für Produkte aus Madagaskar. Hierbei geht es hauptsächlich um landwirtschaftliche Produkte. Deutsche Exporte nach Madagaskar finden in einem kleineren Rahmen ebenfalls statt:

Die kulturellen Beziehungen zu Madagaskar sind von der Arbeit des Goethe-Zentrums « Cercle Germano-Malagasy » (CGM) und wissenschaftlichen Kontakten geprägt. Das CGM sorgt für die Verbreitung der deutschen Sprache und ist seit Jahrzehnten mit einem breit gefächerten Veranstaltungsangebot ein anerkannter und geschätzter Akteur im kulturellen Leben der Hauptstadt Antananarivo.

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