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Deutschland und Kiribati: Bilaterale Beziehungen

20.04.2022 - Artikel

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahre 1979 wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Deutschland hat keine Botschaft in Kiribati; zuständig ist die deutsche Botschaft in Wellington/Neuseeland.

Kiribati ist Mitglied der von Deutschland und Nauru gegründeten Freundesgruppe „Klima und Sicherheit“ in den Vereinten Nationen.

Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch: Mehr als 560 kiribatische Seeleute wurden an deutsche Reedereien vermittelt. Ihre Rücküberweisungen stellen – gemeinsam mit der Vergabe von Fischereilizenzen – die größten Devisenquellen des Landes dar. Die 1967 von deutschen Reedern eingerichtete Seefahrtsschule Maritime Training Center (MTC) wurde bis 2021 von deutschen Experten betreut. Seit 1967 wurden mehr als 5.000 Seeleute ausgebildet.

Der bilaterale Handel mit Deutschland ist sehr gering ausgeprägt. Der Wert der deutschen Exporte nach Kiribati betrug im Jahr 2021 341.000 Euro; Importe aus Kiribati blieben 2021 aus(Quelle: DESTATIS).

Deutschland unterstützt durch seine Beiträge zum „Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument“ (NDICI) der Europäischen Union (bis 2021: Europäischer Entwicklungsfonds (EEF)) die Entwicklung von Kiribati. Schwerpunkte sind insbesondere das Gesundheitswesen, aber auch die landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen sowie die Berufsausbildung. Deutschland ist zudem über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. Das Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ stärkte von 2009-2021 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region.

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