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Deutschland und Kiribati: Bilaterale Beziehungen Kiribati

20.11.2019 - Artikel

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich im Jahre 1979 wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Deutschland hat keine Botschaft in Kiribati; zuständig ist die deutsche Botschaft in Wellington/Neuseeland.

Kirbati ist Mitglied unserer Freundesgruppe „Klima und Sicherheit“ in den Vereinten Nationen.

Im März 2019 führte Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth politische Gespräche auf Kiribati.

Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch: Mehr als 560 kiribatische Seeleute sind an deutsche Reedereien vermittelt. Sie überweisen jährlich ca. 5,7 Mio. AUSD nach Hause. Diese Zahlungen stellen – gemeinsam mit der Vergabe von Fischereilizenzen – die größten Devisenquellen des Landes dar. Die 1967 von deutschen Reedern eingerichtete Seefahrtsschule Maritime Training Center (MTC) wird heute noch von deutschen Experten betreut.

Der bilaterale Handel mit Deutschland ist sehr schwach ausgeprägt. Der Wert der deutschen Exporte nach Kiribati betrug im Jahr 2018 lediglich 13.000 Euro; die Importe aus Kiribati beliefen sich auf 22.000 Euro (Quelle: DESTATIS 2018).

Die Bundesrepublik Deutschland ist über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. Das derzeitige Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ soll von 2009-2020 durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region stärken. Das Fördervolumen für die Gesamtlaufzeit beträgt 53,472 Mio. Euro.

Daneben trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) zur Entwicklung Kiribatis bei. Schwerpunkte sind insbesondere das Gesundheitswesen, aber auch die landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen sowie die Berufsausbildung.

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