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Deutschland und Kiribati: bilaterale Beziehungen Kiribati

04.03.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Mit der Erlangung der Unabhängigkeit wurde Kiribati von der Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich anerkannt. Diplomatische Beziehungen wurden am 1. Juli 1980 aufgenommen. Der deutsche Botschafter in Wellington/Neuseeland ist auch in Kiribati akkreditiert.

Die bilateralen Beziehungen wachsen beständig. Deutschlands Ansehen in der Bevölkerung ist durch die Beschäftigung zahlreicher kiribatischer Seeleute auf deutschen Schiffen recht hoch. 1967 wurde eine Seefahrtsschule (“Maritime Training Center, MTC”) von deutschen Reedern eingerichtet. Sie wird noch heute von deutschen Experten betreut und ist eine wichtige Devisenquelle des Landes. Im Juli 2017 wurde das 50. Jubiläum der von der Hamburg-Süd-Reederei geprägten Seeleuteausbildung gefeiert.

Wirtschaftliche Beziehungen

Der Bilaterale Handel mit Deutschland ist vergleichsweise gering, Zahlen für 2016: Export: 49.000 € (Rang 228), Import: 53.000 € (Rang 208) (DESTATIS 2016).

Von großer Bedeutung für die Volkswirtschaft Kiribatis ist die erwähnte Tätigkeit kiribatischer Seeleute auf deutschen Handelsschiffen. Deutsche Reedereien stellen Ausbildungspersonal an der Seemannsschule der Hauptstadt und unterhalten auch ein Vermittlungsbüro für kiribatische Seeleute. Mehr als 5.000 von ihnen sind an deutsche Reedereien vermittelt. Sie überweisen jährlich ca. 5 Mio. USD nach Hause. Diese Zahlungen stellen – gemeinsam mit der Vergabe von Fischereilizenzen - die größten Deviseneinnahmequellen des Landes dar.

Entwicklungszusammenarbeit

Die Bundesrepublik Deutschland ist über Kleinstprojekte der Technischen Zusammenarbeit in Kiribati präsent. Hierzu zählen eine Schutzmauer gegen Fluten in Rawanawii auf Marakei Island, Aufstockung der Bibliothek der Seemannsschule MTC, Schreibtischausstattung für eine Schule des Atolls Abemama, sowie Küchenutensilien für drei weiterführende Schulen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) führt zudem verschiedene Projekte auf den Pazifikstaaten durch, von denen auch Kiribati profitiert. So stärkt das Regionalvorhaben „Anpassung an den Klimawandel in der pazifischen Inselregion“ durch Beratungsleistungen die Kapazitäten zur Anpassung an den Klimawandel in der Region. Auch ein Projekt der GIZ zur Verbesserung des Managements der Meeres- und Küstenbiodiversität, das bis Ende 2018 laufen wird, wird unter anderem in Kiribati durchgeführt. Ansonsten trägt Deutschland über seine Beiträge zum Europäischen Entwicklungfonds der EU zur Entwicklung Kiribatis bei. Schwerpunkte sind besonders das Gesundheitswesen, aber auch landwirtschaftliche Entwicklung, alternative Energiequellen und Berufsausbildung.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


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