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Enge Kooperation während der Corona-Krise Jordanien

Außenminister Maas in der Videokonferenz mit dem jordanischen Außenminister Safadi

Enger Austausch: Außenminister Maas in der Videokonferenz mit dem jordanischen Außenminister Safadi, © Thomas Imo/photothek.net

21.04.2020 - Artikel

Heute hätte der zweite deutsch-jordanische strategische Dialog stattfinden sollen. Statt in Berlin trafen sich Außenminister Maas und sein jordanischer Amtskollege via Videokonferenz, um über Zusammenarbeit in der Corona-Krise und bei regionalen Fragen zu sprechen.

Multilaterale Zusammenarbeit

Jordanien ist Mitglied der Allianz für Multilateralismus und setzt sich entschieden für internationale Zusammenarbeit ein – auch in der Coronakrise. Beide Minister hatten sich deshalb erst vergangene Woche bei einer gemeinsamen Videokonferenz der Allianz getroffen. Außenminister Maas dankte seinem jordanischen Amtskollegen Ayman Safadi für den Einsatz der jordanischen Regierung auf diesem Feld.

Neue Herausforderungen durch Covid-19

Die jordanische Regierung ist entschlossen durch frühzeitige und umfassende Maßnahmen eine rasche Ausbreitung des Virus zu verhindern, etwa mit einer strikten Ausgangssperre. Diese Maßnahmen waren bislang erfolgreich, haben aber weitreichende Folgen für die bereits vor der Krise angespannte wirtschaftliche Lage und die Lebensumstände der rund 650.000 im Land lebenden syrischen Flüchtlinge. Deutschland unterstützt Jordanien wie auch andere Nachbarstaaten Syriens umfassend bei der humanitären Versorgung der Flüchtlinge. Außenminister Maas kündigte an, dass das deutsche humanitäre Engagement in der Region fortgesetzt wird.

Regionales Krisenmanagement

Beide Minister sprachen zudem über die Entwicklung in der Syrien und Irak und die Situation in Libyen. Außenminister Maas und Außenminister Safadi zeigten sich besorgt über die anhaltenden Kämpfe bei Tripolis. Sie diskutierten mögliche Wege zur Einhaltung des humanitären Waffenstillstands und des UN-Waffenembargos.

Die am 20. April erfolgte Regierungsbildung  in Israel war ebenfalls Gesprächsthema der Minister. Jordanien kommt als Nachbarland und offizieller Hüter der heiligen muslimischen Stätten in Jerusalem eine besondere Position im Nahostkonflikt zu. Beide Minister bekannten sich im Gespräch erneut zu einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung.

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