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Deutschland und Ghana: Bilaterale Beziehungen

22.05.2026 - Artikel

Die bilateralen Beziehungen sind freundschaftlich. Ghana als gefestigte Demokratie ist zentraler Partner in Westafrika und auf globaler Ebene für eine multilaterale regalbasierte Ordnung. Häufige hochrangige Besuche in beide Richtungen, steigende Handelszahlen, sowie steigende Zahlen ghanaischer Studierender und Auszubildender in Deutschland, knapp 70 Hochschulpartnerschaften, 50 Jahre Entwicklungszusammenarbeit (Deutschland ist größter bilateraler Geber in Ghana) und über zwei Jahrzehnte enge militärische Zusammenarbeit sind ein Beleg dieser engen und strategischen Partnerschaft.

Der Besuchsaustausch ist eng. Präsident John Dramani Mahama führte seine erste Auslandsreise in der zweiten Amtszeit zur Münchner Sicherheitskonferenz 2025. Der vorherige Präsident Akufo-Addo reiste während seiner Amtszeit (2017–2025) mehrfach nach Deutschland. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte Ghana im November 2025. Ghana ist für Deutschland ein wichtiger Handelspartner in Westafrika. 2025 beliefen sich die deutschen Einfuhren aus Ghana auf 290 Mio. Euro. Das Volumen der deutschen Ausfuhren betrug 274 Mio. Euro. Wichtigste Einfuhren aus Ghana sind Rohstoffe und Nahrungsmittel. Wichtigste deutsche Exportgüter sind Maschinen, chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung unterhalten in Ghana eigene Büros vor Ort. Das Goethe-Institut leistet Kulturarbeit und Sprachunterricht in Accra. Zudem sind die deutsche Wirtschaft mit einem AHK Delegiertenbüro seit 2011 sowie Germany Trade and Invest (GTAI) seit 2014 in Accra vertreten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist in Accra mit einem Regionalbüro (auch Nigeria und Kamerun) ansässig. Darüber hinaus beherbergt Ghana drei PASCH-Schulen und in Accra ist die einzige Deutsche Auslandsschule in Westafrika ansässig.

Auch im wissenschaftlichen Bereich ist Ghana wichtiger Kooperationspartner Deutschlands: Mehrere von der Bundesregierung geförderte Forschungszentren und Programme haben ihren Sitz in Ghana, darunter das West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL), das Kumasi Centre for Collaborative Research (KCCR) sowie das Maria Sibylla Merian Institute for Advanced Studies in Africa (MIASA).

Weitere Informationen

Ghana ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

Der Internet- oder Vorauszahlungbetrug ist ein kriminelles Geschäftsmodell, das in letzten Jahren vermehrt auch von Ghana aus betrieben wird. Die Täter versenden Emails und suchen Internetbekanntschaften, die unter allerlei wirtschaftlichen oder humanitären Vorwänden aber auch durch das Vorgaukeln von Gefühlen finanziell ausgenommen werden sollen ...

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