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Deutschland und Ecuador: Bilaterale Beziehungen

07.05.2026 - Artikel

Die politischen Beziehungen zwischen Ecuador und Deutschland haben eine lange Tradition. Wichtigste Themen in den Beziehungen sind Entwicklungszusammenarbeit, Umweltpolitik, , Kampf gegen organisierte Kriminalität, Fachkräfteanwerbung sowie duale Ausbildung.

In der EU ist Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Ecuadors. Deutsche Exporte nach Ecuador betrugen alleine im 1. Halbjahr 2025 251,3 Mio. Euro, Einfuhren aus Ecuador 512,3 ,0 Mio. Euro (Quelle: GTAI, Dezember 2025).

In Quito besteht seit 1977 eine Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer. Neben der Botschaft unterhält Ecuador in Deutschland ein Exportförderungsbüro (ProEcuador) sowie seit 1993 ein Generalkonsulat in Hamburg. Das am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Handelsabkommen mit der EU hat den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen kräftige Impulse gegeben.

Deutschland ist nach dem Wegfall von USAID der größte bilaterale Geber der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Ecuador. Die letzten bilateralen Regierungsverhandlungen über die EZ fanden im Oktober 2024 in Berlin statt. Es wurden Vorhaben in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Die Schwerpunkte der ecuadorianisch-deutschen Zusammenarbeit bilden die Aktionsfelder Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt (Regierungsführung, Flucht und Migration, Gewaltprävention), Biodiversitäts- und Waldschutz, sowie nachhaltige Stadtentwicklung.

Träger des kulturellen Austauschs sind in erster Linie die Humboldt-Gesellschaft in Quito, das Centró Alemán in Guayaquil und die drei Deutschen Schulen, allesamt organisiert im Kulturverbund, der seit Mai 2025 als Konsortium ohne Gewinnabsichten agiert. Deutsch als Fremdsprache gewinnt zunehmend an Bedeutung, so dass 2026 der Deutschlehrendenverband wiederbelebt wird, mit dem klaren Fokus auf Fachkräftemigration nach Deutschland.

Die Zusammenarbeit im Hochschulbereich basiert vor allem auf der Arbeit des DAAD und der Alexander von Humboldt Stiftung (AvH). Im März 2026 kam zum ersten Mal seit über 20 Jahren eine Delegation der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Ecuador und besuchte u.a. die seit 30 Jahren geförderte Forschungsstation „San Francisco“ im Süden des Landes. Abschließend fand ein Symposium mit 300 Teilnehmern an der Universität San Francisco statt, wo sowohl DFG, als auch AvH und DAAD gemeinsam zu eingeladen hatten.

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