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Burkina Faso: Politisches Porträt Burkina Faso

05.08.2020 - Artikel

Nach dem Zusammenbruch des 27-jährigen Regimes von Präsident Compaoré wurde in Burkina Faso im Jahr 2015 erstmals nach dem Ende der „Dritten Republik“ im Jahr 1980 ein demokratisch legitimiertes System mit einem frei gewählten Parlament und einem direkt gewählten Präsidenten etabliert. Eine neue Verfassung wurde ausgearbeitet, aber noch nicht verabschiedet. Die nächsten Wahlen sind für Ende 2020 geplant.

Die Bevölkerung von Burkina Faso ist divers in ethnischer und religiöser Zusammensetzung. Wie die anderen Länder der Sahel-Region ist Burkina Faso von Terrorismus, Überbevölkerung, Klimawandel und Armut betroffen. Die innenpolitische Lage ist seit Mitte 2018 durch eine Verschlechterung der Sicherheit im Norden und Osten des Landes gekennzeichnet, wo wiederholte Anschläge von islamistischen Gruppen das traditionell friedliche Zusammenleben zwischen den Religionsgruppen belasten. Die prekäre Sicherheitslage hat zu einer rasant wachsenden Zahl von Binnenvertriebenen und zur größten humanitären Notlage seit Bestehen des Landes geführt. Die Folgen des Klimawandels bereiten der mehrheitlich auf dem Land und von der Subsistenzwirtschaft lebenden Bevölkerung Burkina Fasos große Probleme und führen zu Flucht und Migration.

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