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Nationale und regionale Herausforderungen Burkina Faso

Außenminister Heiko Maas besucht die PASCH-Schule Lycée Mixte de Gaunghin in Ouagadougou

Außenminister Heiko Maas besucht die PASCH-Schule Lycée Mixte de Gaunghin in Ouagadougou, © Xander Heinl/photothek.net

26.02.2019 - Artikel

Im Rahmen seiner Westafrikareise besuchte Außenminister Maas Burkina Faso. Seine Botschaft: Deutschland ist ein verlässlicher Partner bei der Krisenprävention.

Deutschland und Burkina Faso verbindet eine langjährige Freundschaft. Auch deshalb ist es der Bundesregierung ein besonderes Anliegen, das Land in einer schwierigen Phase zu unterstützen. Denn die Konflikte in den Nachbarländern Mali und Niger drohen auf das Land überzugreifen, immer wieder kommt es zu Terroranschlägen. Grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und Spannungen entlang ethnischer Linien bedrohen die Stabilität im Land.

Außenminister Heiko Maas trifft bei der Ankunft in Ouagadougou den burkinischen Außenminister Alpha Barry
Außenminister Heiko Maas trifft bei der Ankunft in Ouagadougou den burkinischen Außenminister Alpha Barry© Xander Heinl/photothek.net

Hilfe für Stabilisierung und Sicherung

Außenminister Maas setzte mit seinem Besuch ein Zeichen, dass Deutschland, wie auch die EU und die VN, in dieser schwierigen Situation an der Seite Burkina Fasos stehen. Im Gespräch mit Außenminister Alpha Mamadou Barry und Staatspräsident Roch Marc Christian Kaboré sprach Maas über die Sicherheitslage im Land und der Region. Darum ging es auch bei seinem Besuch in der Nationalakademie der Polizei.

Der Außenminister brachte ein durch das Auswärtige Amt finanziertes Maßnahmenpaket in Höhe 46 Millionen Euro mit. Die Maßnahmen sollen konkret dazu dienen, Burkina Faso und die angrenzenden Sahel-G5-Staaten bei der Stabilisierung und Sicherung unzureichend kontrollierter Grenzräume zu unterstützen und die Lebensbedingungen der dort lebenden Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

Politische, wirtschaftliche & gesellschaftliche Teilhabe

Außenminister Heiko Maas trifft den Präsidenten von Burkina Faso Roch Marc Christian Kaboré
Außenminister Heiko Maas trifft den Präsidenten von Burkina Faso Roch Marc Christian Kaboré© Xander Heinl/photothek.net

Neben der Sicherheitssituation in den Grenzregionen steht die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Teilhabe der Bevölkerung als Ansatz für Konfliktprävention im Vordergrund des Besuchs. Darüber diskutierte Außenminister Maas mit Vertreterinnen und Vertretern aus Opposition und Zivilgesellschaft. Zudem besuchte die Delegation eine Schule des PASCH-Netzwerks, an der mit deutscher Unterstützung Deutschunterricht stattfindet – denn Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und positive Zukunft. Im Goethe Institut in der Hauptstadt Ouagadougou sprach Maas am Rande des international renommierten Filmfestivals FESPACO mit westafrikanischen Kulturschaffenden.

Westafrikareise: Verschiedene Phasen im Kreislauf des internationalen Krisenmanagements

Nach Sierra Leone ist Burkina Faso die zweite Station der Reise von Außenminister Maas nach Westafrika. Letzte Station der Reise ist Mali. Den Ländern ist gemein, dass sie alle in verschiedenen Phasen des internationalem Krisenmanagements stehen: Sei es im Bereich der Konfliktprävention, dem Weg aus der Krise oder der nachhaltigen Friedenssicherung nach der Krise. Konfliktprävention, nachhaltige Friedenssicherung und Stärkung eines umfassenden Ansatzes für die Lösung und Verhinderung von Konflikten sind Schwerpunkte deutscher Außenpolitik und der deutschen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat.

Gleichzeitig ist das Auswärtige Amt von der Bundesregierung damit betraut, die Leitlinien für die Afrikapolitik Deutschlands zu überarbeiten – ein Prozess der aktuell kurz vor dem Abschluss steht. Vor diesem Hintergrund geht es Außenminister Maas auch darum, vor Ort zu sein und zu verstehen: Wie und in welchem Rahmen kann die Kooperation mit afrikanischen Ländern vertieft, verbessert und zeitgemäß werden? Wie kann Deutschland einen Beitrag – sei es bilateral oder im Rahmen multilateraler Netzwerke – bei Konfliktprävention und Krisenbewältigung in Afrika leisten?

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