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Klimaaußenpolitik

Außenminister Johann Wadephul im Gespräch mit dem Premierminister des Königreichs Tonga, Lord Fatafehi Fakafanua (04.02.2026). Deutschland will sein Engagement in der Pazifikregion weiter ausbauen – unter anderem durch eine angestrebte strategische Partnerschaft mit dem Pacific Islands Forum. Mit Beiträgen zum Klimafonds der Regionalorganisation unterstützt Deutschland zudem Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Außenminister Johann Wadephul im Gespräch mit dem Premierminister des Königreichs Tonga, Lord Fatafehi Fakafanua (04.02.2026). Deutschland will sein Engagement in der Pazifikregion weiter ausbauen – unter anderem durch eine angestrebte strategische Partnerschaft mit dem Pacific Islands Forum. Mit Beiträgen zum Klimafonds der Regionalorganisation unterstützt Deutschland zudem Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Region gegenüber den Folgen des Klimawandels. © Photothek Media Lab

01.04.2026 - Artikel

Der Klimawandel ist die globale Herausforderung schlechthin. Welche Rolle spielt die Diplomatie in der internationalen Klimazusammenarbeit? Was bedeutet Klimaaußenpolitik? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die internationale Sicherheit aus?

Das Erreichen der Ziele des Pariser Abkommens ist eine Aufgabe für die gesamte Bundesregierung. Klimapolitik ist deshalb Kernbestandteil deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Klima- und energiepolitische Kooperationsformate stellen mit vielen Ländern einen elementaren Bestandteil unserer bilateralen Beziehungen dar.

Deutschlands Verlässlichkeit als Partner im Klimaschutz ist gerade in geopolitischen Krisenzeiten ein wichtiges Pfund. Das Auswärtige Amt und das für internationale Klimapolitik und -verhandlungen zuständige BMUKN arbeiten eng zusammen. Dabei geht es auch darum, Partnerschaften zu Ländern des Globalen Südens zu stärken sowie Marktchancen deutscher Unternehmen im Bereich klimafreundlicher Technologien zu verbessern. Durch unseren Einsatz für ambitionierte Minderung wollen wir Klimarisiken in Deutschland, Europa und weltweit reduzieren, klimabedingte Konflikte vermeiden und gleichzeitig durch gezielte Anpassung nachhaltige Resilienz aufbauen, vor allem in besonders betroffenen Regionen. Hierfür nutzen wir auch internationale Foren wie UN, EU, G7/G20, OSZE und NATO.

Dies und mehr gehört zu unserer Klimaaußenpolitik:

  • Im weltweiten Netzwerk der 225 vom Auswärtigen Amt betriebenen Vertretungen gibt es über 50 Klimaschwerpunktvertretungen, die in G20-Staaten, wichtigen Schwellenländern, den verletzlichsten Ländern sowie an VN-Standorten den Austausch vor Ort pflegen und fundiert über dortige Klimapolitik berichten.
  • Mit den sog. Climate Talks wird ein Format fortgeführt, bei dem unsere Vertretungen im Gastland den Dialog zu Klima- Energie- und Umweltfragen stärken – unter Einbeziehung von Zivilgesellschaft, Wissenschaft, internationalen Organisationen und der Wirtschaft – sowie den Austausch mit deutschen Expertinnen und Experten fördern.
  • Mit Fokus auf den Bereich Klima und Sicherheit fördert das Auswärtige Amt im Rahmen der Internationalen Klimaschutz Initiative eine Reihe von Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern.
  • Wir arbeiten zusammen mit Pazifischen Inselstaaten, die von Klimawandelauswirkungen wie dem Meeresspiegelanstieg besonders bedroht sind. Diese sind für uns wichtige Partner für eine regelbasierte internationale Ordnung.
  • Das Auswärtige Amt unterstützt die fünf Staaten Zentralasiens – Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan –bei der Stärkung der regionalen Kooperation im Klimabereich durch die Green Central Asia Initiative.

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