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Weimarer Dreieck

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Deutschland, Polen und Frankreich arbeiten im Weimarer Dreieck eng zusammen - inzwischen seit 25 Jahren.

Die Flaggen Frankreichs, Polens und Deutschlands vor dem Rathaus von Weimar
Die Flaggen Frankreichs, Polens und Deutschlands vor dem Rathaus von Weimar© picture-alliance/dpa

Die Außen- und Europaminister der drei Länder treffen sich regelmäßig, um über aktuelle politische Themen zu beraten und konkrete gemeinsame Impulse für die Außen- und Europapolitik zu geben.

Das Weimarer Dreieck zeigt, wie Länder mit unterschiedlicher Geschichte gemeinsam Zukunft gestalten können, über Grenzen hinweg denken und sich für Europa und den Frieden in Europa einsetzen. Die große Stärke des Weimarer Dreiecks liegt darin, dass es ein weites Spektrum von Einstellungen, Traditionen und Politikansätzen abdeckt. Im Europa der 28 kann dieses Forum daher einen wertvollen Beitrag für erfolgreiche Entscheidungsprozesse leisten.

Treffen der Außenminister

Steinmeier, Ayrault und Waszczykowski auf Schloss Ettersburg
Steinmeier, Ayrault und Waszczykowski auf Schloss Ettersburg

Die Außenminister trafen sich zuletzt am 28.08.2016 im Weimarer Dreieck. Zum 25-jährigen Jubiläum des Formats empfing Außenminister Steinmeier seine Amtskollegen Jean-Marc Ayrault und Witold Waszczykowski auf Schloss Ettersburg bei Weimar. Zentrale Themen des Treffens waren die Zukunft der EU, Kooperation für mehr Sicherheit und die friedliche Lösung von Konflikten in der europäischen Nachbarschaft. Mehr zum Treffen der Außenminister lesen Sie hier.

Austausch der Europa-Minister

Die Europa-Minister kamen im Format des Weimarer Dreiecks zuletzt am 13.06.16 in Warschau zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Flüchtlingskrise in Europa und das bevorstehende britische Referendum zum Verbleib Großbritanniens in der EU. Mehr zum Treffen in Warschau lesen Sie hier.

Darüber hinaus treffen sich die Staats- und Regierungschefs in unregelmäßigen Abständen (zuletzt 2011 in Warschau) im Weimarer Format.

Zusammenarbeit der Parlamente und Ministerien

Eine wichtige Rolle spielt zunehmend auch die parlamentarische Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck. Neben verschiedenen Ausschüssen treffen sich auch Parlamentspräsidenten und Präsidien regelmäßig im Dreierformat.

Die Gründungsväter: Krzystof Skubiszewski, Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas (2003)
Die Gründungsväter: Krzystof Skubiszewski, Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas (2003)© www.weimarer-dreieck.com/Anne Bicher

Auch zwischen zahlreichen Fachministerien finden inzwischen Treffen der Minister im Rahmen des Weimarer Dreiecks statt. So ist z.B. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 01.09.2014 mit den Agrarministern Polens und Frankreichs, Marek Sawicki und Stéphane Le Foll, in Bonn zusammengekommen, um unter anderem die aktuellen Auswirkungen und Konsequenzen aus dem russischen Importstopp für Agrarerzeugnisse zu erörtern.

Auch auf der Ebene der Zivilgesellschaft hat der trilaterale Austausch zunehmend an Bedeutung gewonnen – sei es in Form von Städtepartnerschaften, Jugendbegegnungen oder Kulturveranstaltungen. Die Zivilgesellschaft Deutschlands, Polens und Frankreichs steht gemeinsam für das noch engere Zusammenwachsen unseres Kontinents.

Zum Weiterlesen

Gemeinsame Erklärung der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar, 29. August 1991

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