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Weimarer Dreieck

02.12.2020 - Artikel

Deutschland, Polen und Frankreich arbeiten im Weimarer Dreieck seit 1991 eng zusammen.

Die Flaggen Frankreichs, Polens und Deutschlands vor dem Rathaus von Weimar
Die Flaggen Frankreichs, Polens und Deutschlands vor dem Rathaus von Weimar© picture-alliance/dpa

Die Außen- und Europaminister der drei Länder treffen sich zu trilateralen Gesprächen, um über aktuelle politische Themen zu beraten und konkrete gemeinsame Impulse für die Außen- und Europapolitik zu geben.

Das Weimarer Dreieck zeigt, wie Länder mit unterschiedlicher Geschichte gemeinsam Zukunft gestalten können, über Grenzen hinweg denken und sich für Europa und den Frieden in Europa einsetzen.

Treffen der Außen- und Europaminister

Das jüngste Treffen der Außenminister im Format des Weimarer Dreiecks fand am 15. Oktober 2020 in Paris statt. Die Minister Heiko Maas, Jean-Yves Le Drian und Zbigniew Rau tauschten sich dort zu Entwicklungen in der östlichen und südlichen Nachbarschaft der Europäischen Union, dem koordinierten Umgang mit der COVID-19-Pandemie und weiteren aktuellen Fragen aus.

Den Text der aus diesem Anlass verabschiedeten gemeinsamen Erklärung finden Sie hier (in englischer Sprache).

Die Europa-Minister Michael Roth, seine damalige Amtskollegin Amélie de Montchalin und Konrad Szymanski trafen sich im Weimarer Dreieck zuletzt am 21. Januar 2020 in Lens (Frankreich) und einigten sich in zentralen europäischen Themen wie Klimaschutz, Rechtsstaatlichkeit und nachhaltige Industriepolitik, aber auch über den EU-Haushalt oder die Konferenz zur Zukunft Europas auf eine gemeinsame Erklärung.

Mehr zum jüngsten Treffen der Europaminister lesen Sie hier .

Auch zwischen einzelnen Fachministerien finden Treffen im Rahmen des Weimarer Dreiecks statt.

Zusammenarbeit der Parlamente

Die Gründungsväter: Krzystof Skubiszewski, Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas (2003)
Die Gründungsväter: Krzystof Skubiszewski, Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas (2003)© www.weimarer-dreieck.com/Anne Bicher

Eine wichtige Rolle spielt auch die parlamentarische Zusammenarbeit im Weimarer Dreieck. Neben den Präsidenten und deren Präsidien kommen auch Ausschüsse in trilateralem Format zusammen. So hatte der EU-Ausschuss des Bundestages die Partnerausschüsse aus den Parlamenten in Frankreich und Polen zuletzt für den 13. Mai 2019 zu gemeinsamen Gesprächen nach Berlin eingeladen. Am 13. Juni 2019 traf Bundesratspräsident Daniel Günther in Paris mit dem französischen Senatspräsidenten Gérard Larcher und dem Marschall des Polnischen Senats Stanisław Karczewski zusammen.

Mehr zu den Gesprächen am 13. Mai 2019 im Bundestag lesen Sie hier.

Mehr zum Präsidententreffen am 13. Juni 2019 in Paris lesen Sie hier.

Auf der Ebene der Zivilgesellschaft hat der trilaterale Austausch zunehmend an Bedeutung gewonnen – sei es in Form von Städtepartnerschaften, Jugendbegegnungen oder Kulturveranstaltungen. Die Zivilgesellschaft Deutschlands, Polens und Frankreichs steht gemeinsam für das noch engere Zusammenwachsen unseres Kontinents.

Zum Weiterlesen

Gemeinsame Erklärung der Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens in Weimar, 29. August 1991

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