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Die deutsch-tschechische grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Anstecker mit der Abbildung der Deutschen und Tschechischen Fahne am Anzug eines Mitarbeiters des gemeinsamen Zentrums der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit an der Grenze in Peterswald

Anstecker mit der Abbildung der Deutschen und Tschechischen Fahne am Anzug eines Mitarbeiters des gemeinsamen Zentrums der deutsch-tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit an der Grenze in Peterswald © dpa-Zentralbild

30.04.2026 - Artikel

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien wächst immer weiter. Das Deutsch-Tschechische Regionalforum verzahnt die Grenzregion noch enger miteinander. Mehr zur deutsch-tschechischen Zusammenarbeit hier.

Die deutsch-tschechische Freundschaft baut auf einem Fundament von Vertrauen und Zusammenarbeit auf: Der „Vertrag über gute Nachbarschaft“ von 1992 und die „Deutsch-Tschechische Erklärung“ von 1997 legen den Grundstein für eine Partnerschaft, die seit Jahrzehnten Grenzen überwindet und Menschen verbindet.

Hochrangige politische Treffen spiegeln die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien wider und unterstreichen die große Bedeutung, die beide Seiten den bilateralen Beziehungen beimessen. Am 10. März 2026 empfing Bundeskanzler Friedrich Merz den neuen tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš in Berlin. Im Juli 2025 traf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Staatspräsident Petr Pavel am 9. Juli 2025 in Berlin. Fast zeitgleich dazu absolvierte Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul seinen Antrittsbesuch bei seinem damaligen Amtskollegen Jan Lipavský, bei dem beide gemeinsam das neue Arbeitsprogramm für den Deutsch-Tschechischen Strategischen Dialog unterzeichneten.

Die Corona-Pandemie brachte insbesondere für die Grenzregion große Herausforderungen. Plötzlich trennte eine Barriere, was zuvor fest zusammengehörte: Familien, Pendler und Unternehmen mussten kreative Lösungen finden, um den Alltag zu bewältigen. Doch gerade in dieser schwierigen Zeit sind Deutschland und Tschechien noch enger zusammengewachsen. Gemeinsame Hilfsmaßnahmen, der grenzüberschreitende Austausch von Informationen und die gegenseitige Unterstützung stärkten das Vertrauen und die Solidarität zwischen den Ländern. Diese Erfahrung hat den Wunsch bekräftigt, Barrieren weiter abzubauen und die Integration der Grenzregion zu fördern. Die Bundesregierung setzt sich weiterhin für Maßnahmen ein, die das Leben der Menschen auf beiden Seiten der Grenze erleichtern.

Das deutsch-tschechische Regionalforum

Seit 2023 richtet das Auswärtige Amt jährlich ein Deutsch-Tschechisches Regionalforum aus, im November 2025 fand das dritte in Regensburg statt. Jeweils mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Akteure aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft konnten sich so enger vernetzen und die grenzüberschreitenden Kontakte stärken.

Die Regionalforen haben mit Plenumsdiskussionen, Workshops und Info-Sessions regelmäßige Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gesetzt. Seit über 30 Jahren existieren interministerielle Arbeitsgruppen zwischen Bayern, Sachsen und Tschechien. Darüber hinaus fördern fünf Euroregionen den Austausch: von der Neiße-Nysa-Nisa bis zur Euregio Bayerischer Wald/Böhmerwald. Jede dieser Regionen trägt dazu bei, grenzüberschreitende Projekte zu realisieren und das Zusammenleben zu erleichtern.

Von grenzüberschreitender Infrastruktur über Bildung und Forschung bis hin zu Kulturprojekten gibt es zahlreiche Ansätze, die Grenzen nicht als Trennung, sondern als Verbindung verstehen. Diese Partnerschaft zeigt: Gemeinsam sind wir stärker.

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