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Sicherheit durch Verteidigungsbereitschaft: Außenminister Wadephul besucht Litauen
Besuch der Panzerbrigade 45 „Litauen“ in Nemenčinė © Juliane Sonntag/AA/photothek.de
Am 5. Januar reist Außenminister Wadephul nach Litauen. Wie wir gemeinsam Europa schützen und die Ukraine mit aller Kraft unterstützen, lesen sie hier.
Litauen und Deutschland sind engste Partner in der Europäischen Union und der NATO. Wir vertreten nicht nur gemeinsame Werte, sondern handeln auch gemeinsam, indem wir mehr Verantwortung für die Sicherheit unseres Kontinents übernehmen als jemals zuvor. Deutschland hat jüngst zwei Eurofighter in Malbork, Polen, stationiert, um die Luftraumüberwachung an der Ostflanke weiter zu stärken. Die Bundeswehr leistet zudem mit ihrer Brigade in Litauen einen zentralen Beitrag zur Sicherheit unseres Bündnisses an der NATO-Ostflanke.
Dass Deutschland zum ersten Mal eine solche Truppe im Ausland stationiert, ist ein Zeichen für den Ernst der Lage aber auch für die Ernsthaftigkeit des Entschlusses, unseren Freunden und Alliierten beizustehen. Das immense Vertrauen, das uns dafür auch von der litauischen Bevölkerung entgegengebracht wird, ist Auszeichnung und Auftrag.
-Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Vilnius
„Die Sicherheit Litauens ist die Sicherheit Deutschlands“
Dass dieser Satz von Bundeskanzler Friedrich Merz aus der Aufstellungsrede für die Brigade Litauen am Rathaus von Vilnius auf einer Plakette verewigt wurde, ist ein starkes Symbol unserer Verbundenheit und unserer gemeinsamen Verantwortung. Deutschland steht fest an der Seite Litauens, gerade weil das Land zwischen Kaliningrad und Belarus die sicherheitspolitischen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine besonders unmittelbar spürt.
Besondere Sicherheitspartner im Ostseeraum
Kaum eine Region Europas ist derzeit so von geopolitischen Spannungen geprägt wie der Ostseeraum. Russland testet mit hybriden Bedrohungen, mit Cyberangriffen, GPS-Störungen, Desinformationskampagnen und Sabotageakten täglich unsere Widerstandskraft. Erst Ende Dezember mussten finnische Behörden einen Frachter beschlagnahmen, nachdem ein Unterseekabel durchtrennt worden war. Deutschland und Litauen begegnen diesen Herausforderungen mit Entschlossenheit und im engen Schulterschluss.
Deutschland und Litauen sind sich in dieser Lage vollkommen einig: Uns hilft nur entschlossenes Handeln, um Russland von seinem Kurs immer weiterer Eskalation abzubringen. Um das zu erreichen, arbeiten wir Hand in Hand mit Litauen und unseren Partnern in NATO und EU – mit mehr Kontrollen auf der Ostsee, mit höherer Wachsamkeit und mit Investitionen in robustere Infrastruktur. Die NATO-Mission Baltic Sentry hat sich dafür schon jetzt bewährt.
-Außenminister Wadephul vor seiner Abreise nach Vilnius
Auch auf europäischer Ebene zeigen wir Stärke, indem wir Sanktionen verhängen und eng verzahnt zusammenarbeiten, wenn es um unsere Sicherheit geht und darum, hybriden Bedrohungen mit Resilienz zu begegnen. Russland versucht auch, in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, etwa in Moldau oder im Westbalkan, Wahlen zu beeinflussen und Institutionen zu destabilisieren. Als EU stehen wir entschlossen dagegen und unterstützen unsere Partner, zum Beispiel beim Aufbau resilienter Infrastruktur. Litauen bleibt für Deutschland dabei ein unverzichtbarer Sicherheitspartner im Ostseeraum – fest verwurzelt in unserem gemeinsamen europäischen Engagement für Frieden, Stabilität und der Unterstützung der Ukraine.