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Globale Partnerschaften stärken: Außenminister Wadephul reist nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika
Außenminister Wadephul nach Ankunft in Mauretanien mit seinem mauretanischen Amtskollegen Mohamad Salem Ould Merzoug © Photothek Media Lab
In einer Welt im Umbruch brauchen wir weltweit verlässliche Partner. Deshalb reist Außenminister Wadephul diese Woche zum dritten Mal innerhalb weniger Monate auf den afrikanischen Kontinent, um unsere Beziehungen zu wichtigen Partnern auszubauen.
Die Beziehungen zwischen Europa und Afrika sind von strategischer Bedeutung. Mit seiner Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika setzt Außenminister Wadephul die enge Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern auf dem afrikanischen Kontinent fort. Im Mittelpunkt stehen politische und wirtschaftliche Themen sowie sicherheitspolitische Fragen und der Austausch mit der jungen Generation.
Nach Äthiopien und Kenia im Januar und Marokko im April ist die jetzige Reise bereits der dritte Besuch des Außenministers auf dem afrikanischen Kontinent innerhalb weniger Monate. Denn angesichts globaler Krisen, die Frieden und Sicherheit weltweit, regionale Stabilität, wirtschaftliche Sicherheit oder die Nachhaltigkeit der Lebensgrundlagen herausfordern, ist eine verlässliche Zusammenarbeit mit unseren afrikanischen Partnern von großer Bedeutung.
Dazu sagte Außenminister Wadephul bei Abreise:
Europa und Afrika verbindet mehr als geografische Nähe. Unsere Kontinente sind politisch, wirtschaftlich und in Sicherheitsfragen eng verflochten. Gerade in Zeiten globaler geopolitischer Verwerfungen ist eine verlässliche Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern wichtig. Es geht Deutschland und Europa dabei um mehr als das naheliegende Interesse an einem möglichst stabilen und prosperierenden Nachbarkontinent. Es geht darum, einander Angebote zu machen. Deshalb besuche ich zum dritten Mal innerhalb weniger Monate wichtige Staaten Afrikas.
Mauretanien: Partner für Stabilität und nachhaltige Entwicklung
Mauretanien ist für Deutschland und Europa ein verlässlicher und stabiler Partner in einer sonst fragilen Region. Wir haben ein gemeinsames Interesse daran, einer weiteren Destabilisierung des Sahel entgegenzuwirken und die Sicherheit in der Region zu stärken. Mauretanien setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz, um Radikalisierung und Extremismus etwas entgegenzusetzen. Mit gesellschaftlichen Projekten arbeitet Mauretanien systematisch gegen Radikalisierung, dabei spielen insbesondere Frauen eine entscheidende Rolle. Außenminister Wadephul besucht eines dieser Projekte, das von Deutschland finanziell unterstützt wird. Außerdem steht Mauretanien für Zukunftsthemen wie nachhaltige Energiegewinnung. Die Potenziale des Landes im Bereich erneuerbarer Energien eröffnen neue Perspektiven für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Zu diesen Fragen tauscht Außenminister Wadephul sich mit Außenminister Mohamad Salem Ould Merzoug und Präsident Mohamed Ould Cheikh El Ghazouani aus.
Nigeria: nicht nur ein wirtschaftlicher Riese
Nigeria ist Afrikas bevölkerungsreichstes Land und ein echter Wirtschaftsriese. Als größter Binnenmarkt Afrikas ist Nigeria ein bedeutender Handelspartner für Deutschland. In Lagos trifft der Außenminister unter anderem mit Vertreterinnen und Vertretern der nigerianischen Wirtschaft zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie wir das große wirtschaftliche Potenzial gerade in den Bereichen Energie, Klima und Rohstoffzusammenarbeit hebeln können.
Nigeria ist zugleich ein politisches Schwergewicht in Westafrika. Die nigerianische Hauptstadt Abuja ist nicht zufällig auch Sitz der einflussreichen Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, mit der Deutschland eng zusammenarbeitet. Deutschland unterstützt ECOWAS zum Beispiel gerade beim Aufbau eines grenzüberschreitenden Stromverbunds. Mit seinem regionalen Einfluss und seinem Gestaltungsanspruch auf dem afrikanischen Kontinent und darüber hinaus ist das Land ein unverzichtbarer Partner, um das Netzwerk deutscher Beziehungen auf dem Kontinent weiter auszubauen und um gemeinsam an einer stabilen internationalen Ordnung zu arbeiten.
Erst im November haben Außenminister Wadephul und der damalige nigerianische Außenminister Tuggar gemeinsam die fünfte Binationale Kommission in Berlin geleitet. Mit einigen engen Partnern weltweit besteht ein solcher Austausch, der in regelmäßigen Abständen Arbeitsgruppen verschiedener Fachbereiche und Ministerien zusammenbringt. Daran knüpft Außenminister Wadephul nun im direkten Austausch mit der neuen nigerianischen Außenministerin Bianca Odumegwu-Ojukwu an.
Südafrika: Strategische Partnerschaft mit breiter Zusammenarbeit
Auch mit Südafrika – dem Land, mit dem Deutschland die engste und breiteste Zusammenarbeit in Afrika pflegt – fand erst vor einigen Wochen der enge Dialog im Rahmen der Binationalen Kommission statt. Dabei wurde die besondere Partnerschaft, die Deutschland und Südafrika schon verbindet, seit Helmut Kohl und Nelson Mandela vor 30 Jahren die Binationale Kommission gründeten, zu einer Strategischen Partnerschaft weiterentwickelt. Als Demokratien ist beiden Ländern auch bewusst, dass wir stets daran arbeiten müssen, um unsere Freiheit zu bewahren. Die Regierungen tauschen sich darum auch darüber aus, wie wir unsere Gesellschaften resilienter gegen Desinformation aufstellen können. Außenminister Wadephul spricht in Pretoria mit seinem Amtskollegen Ronald Ozzy Lamola und mit Präsident Cyril Ramaphosa.
Auch wirtschaftlich spielt Südafrika eine herausragende Rolle: Es ist unser mit Abstand wichtigster Handelspartner auf dem afrikanischen Kontinent. Rund 600 deutsche Unternehmen sind dort aktiv und machen das Land zu einem der bedeutendsten Standorte für deutsche Wirtschaft in Afrika. Der Außenminister und seine Delegation werden auf diesem Teil der Reise ein Deutsches Energieunternehmen besuchen.
Außenminister Wadephul sagte bei Abreise:
Wenn Krisen, Handelsbeschränkungen und globale Abschottungstrends die internationale Zusammenarbeit auf die Probe stellen, ist es an uns, unsere weltweiten Netze noch enger zu knüpfen – so auch mit wichtigen Partnern auf unserem Nachbarkontinent Afrika. Deutschland steht dabei für internationale Kooperation, wirtschaftliche Offenheit und Verlässlichkeit.
Die Gesellschaften Mauretaniens, Nigerias und Südafrikas zeichnen sich durch eine sehr junge Bevölkerung aus. Der Außenminister spricht mit jungen Menschen vor Ort darüber, wie internationale Beziehungen in Zukunft gestaltet werden können, welche Erwartungen die nächste Generation an die Partnerschaft zwischen den Staaten Europas und Afrikas hat und wie sie diese voranbringen wollen. In Lagos tauscht Außenminister Wadephul sich mit jungen Influencern dazu aus. In Johannesburg hält der Außenminister eine Rede am South African Institute of International Affairs der Witwatersrand Universität.