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Das Besucherprogramm

Gruppenfoto auf einer Dachterrasse, im Hintergrund der Berliner Fernsehturm

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Themenreise Frauen in der Wirtschaft, © AA

09.08.2019 - Artikel

Das Besucherprogramm der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht es ausländischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, sich mit eigenen Augen ein authentisches, aktuelles und differenziertes Bild von Deutschland zu machen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbringen auf Einladung des Auswärtigen Amts in der Regel eine Woche in Deutschland. In der kurzen Zeit absolvieren sie ein dichtes Programm mit für sie maßgeschneiderten Terminen. Pro Jahr bekommen etwa 1000 hochrangige Persönlichkeiten und junge Nachwuchskräfte aus dem Ausland die Gelegenheit, an einer von über 100 Informationsreisen teilzunehmen. Die Besucher kommen aus den Bereichen Journalismus, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft und prägen in ihren jeweiligen Funktionen das Deutschlandbild im Ausland.

Die Gäste werden von den Auslandsvertretungen und der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin gemeinsam ausgewählt. Je nach Profil der Gäste variieren Art und inhaltlicher Schwerpunkt der Reisen.

Themen-, Einzel- und Gruppenreisen

Gruppenbild
Außenminister Heiko Maas mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Themenreise Jüdisches Leben in Deutschland im November 2018© Ute Grabowsky / Photothek.net

Ein besonders erfolgreiches Format sind die so genannten Themenreisen. Dafür kommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern und Regionen der Welt zu einem Schwerpunktprogramm nach Deutschland. Themenschwerpunkte im Jahr 2019 sind zum Beispiel die Rolle Deutschlands in Europa, die Rolle der Medien in einer pluralistischen Gesellschaft, Klimapolitik, die Frage der Gleichberechtigung und Frauen in der Wirtschaft sowie der Umgang Deutschlands mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Außerdem bietet das Besucherprogramm Einzelreisen für besonders hochrangige Multiplikatoren sowie Gruppenreisen, die für einen Kreis von Experten aus demselben Land oder derselben Region vorgesehen sind. Darüber hinaus unterstützt das Besucherprogramm auch Hospitanzen für ausländische Journalisten und Nachwuchskräfte in deutschen Redaktionen.

Geschichte der Besucherreisen

Seit den ersten Einladungsreisen für Journalisten im Jahr 1958 waren mehr als 60.000 Meinungsführerinnen und Meinungsführer im Rahmen des Besucherprogramms zu Gast in Deutschland. Das Auswärtige Amt ist seit 2003 für das Besucherprogramm der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich. Zuvor lag die Zuständigkeit beim Bundespresseamt.

Bis in die 1980er Jahre hinein kam der größte Teil der Gäste aus Europa. Nach der deutschen Wiedervereinigung rückten dann Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auch aus anderen Regionen der Welt in den Fokus des Besucherprogramms.

Seit 2001 nimmt der Dialog über gemeinsame Fragestellungen und globale Themen einen immer größeren Platz in der Konzeption der Reisen ein. Ziel bleibt jedoch, den Gästen Deutschland näher zu bringen – durch eigenes Erleben und gezielte Informationen.

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