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Afrikanische Schlafkrankheit
Die afrikanische Schlafkrankheit ist eine durch Parasiten ausgelöste Erkrankung, die in tropischen Gebieten Afrikas vorkommt. Sie wird von der Tsetsefliege übertragen. Ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich.
Erreger
Die Schlafkrankheit ist eine durch die einzelligen Parasiten Trypanosoma brucei ausgelöste Tropenerkrankung. Man unterscheidet zwei Erregertypen :
- vorrangig Westafrika: Trypanosoma brucei gambiense
- vorrangig Ostafrika: Trypanosoma brucei rhodesiense
Die Erreger werden über Stiche der Tsetsefliege übertragen.
Erkrankung
Die westafrikanische Form der Schlafkrankheit verläuft eher schleichend, die ostafrikanische schneller.
In einem erste Stadium (hämolymphatische Phase) vermehren sich die Erreger in Blut und Lymphflüssigkeit. Klinisch zeigt sich Fieber, Kopfschmerzen und geschwollene Lymphknoten.
In einem zweiten Stadium (meningoenzephalitische Phase) wird das Gehirn und Nervensystem betroffen. Dies kann zu Verwirrung, Wesensänderung und schweren Schlafstörungen führen. Letztendlich fallen Betroffene unbehandelt ins Koma und versterben.
Verbreitung
Die Erkrankung kommt in tropischen Gebieten Afrikas südlich der Sahara vor. Betroffen sind vor allem ländliche Regionen. Dank weltweiter Kontrollprogramme sind die Fallzahlen in vielen Ländern stark gesunken.
Diagnose
Im ersten Stadium werden die Erreger mikroskopisch im Blut oder per Lymphknotenbiopsie detektiert. Im zweiten Stadium erfolgt zusätzlich eine Untersuchung des Gehirnwassers (Liquor).
Therapie
Seit 2024 empfiehlt die WHO das Medikament Fexinidazol als Erstlinientherapie. Je früher die Therapie begonnen wird, desto höher sind die Chancen für einen Therapieerfolg.
Prävention
Es gibt keine vorbeugenden Medikamente oder eine Impfung gegen die afrikanische Schlafkrankheit. Der beste Schutz ist es, Stiche der Tsetsefliege zu vermeiden.