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Talente aus aller Welt: Fachkräfte­einwanderung vereinfachen

Berufschule

Berufschule, © dpa

30.11.2022 - Artikel

Die Bundesregierung hat am 30.11. ihre Eckpunkte für die Fachkräfte­einwanderung aus Drittstaaten beschlossen. Warum eine vereinfachte Fachkräfte­einwanderung wichtig ist, wieso wir alle davon profitieren und wie sich das Auswärtige Amt an dem Vorhaben beteiligt, lesen Sie hier.

Lange Wartezeiten auf Handwerkerinnen und Handwerker, Pflegenotstand und viele unbesetzte Stellen in der IT-Branche - in den letzten Jahren wurde der Fachkräftemangel in Deutschland an vielen Stellen im täglichen Leben sichtbar. Die deutsche Wirtschaft fordert daher bereits seit Längerem eine vereinfachte Einwanderung von Fachkräften aus dem Ausland, da der Bedarf aus dem Inland nicht zu decken ist. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat die Bundesregierung am 30.11. unternommen und ihre Eckpunkte zur Fachkräfteeinwanderung beschlossen.

Außenministerin Baerbock sagte dazu:

Fachkräfteeinwanderung ist ein abstrakter Begriff – aber für mich persönlich ist er überhaupt nicht abstrakt. Ich verbinde damit viele Gesichter von jungen, gut ausgebildeten Menschen, die ich auf meinen Auslandsreisen getroffen habe. Viele von ihnen hoffen darauf, sich in Deutschland beruflich weiterentwickeln zu können. Damit diese Hoffnungen Wirklichkeit werden können, muss Deutschland bei der Fachkräfteeinwanderung vorankommen.

Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern einer deutschen Schule.
Außenministerin Annalena Baerbock im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern einer deutschen Schule.© Janine Schmitz/photothek.de

Mit seinen Visastellen wird auch das Auswärtige Amt seinen Beitrag dazu leisten, dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Das ist eine große Aufgabe, da mit einer sechsstelligen Zahl an zusätzlichen Visaanträgen pro Jahr von z.B. IT-Kräften, Pflegepersonal oder Handwerkerinnen und Handwerkern zu rechnen ist. Personelle Verstärkungen alleine sind nicht ausreichend.  Das Auswärtige Amt setzt sich daher dafür ein, dass alle Verwaltungsverfahren die mit der Fachkräfteeinwanderung in Zusammenhang stehen, transparenter gestaltet, beschleunigt und digitalisiert werden. Und auch das Auswärtige Amt selbst unternimmt bereits seit Längerem Anstrengungen in diesem Bereich: mit dem Auslandsportal wird die Möglichkeit zur digitalen Antragsstellung kontinuierlich ausgebaut. Priorität haben dabei die Fachkräftevisa. Gemeinsam mit den weiteren zu beteiligenden Stellen wie der Bundesagentur für Arbeit und den Ausländerbehörden werden Schritte unternommen, das Visumverfahren insgesamt weiter zu digitalisieren.

Für die konkrete Umsetzung der Eckpunkte sind Gesetzesänderungen notwendig, die Anfang 2023 auf den Weg gebracht werden sollen.

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