Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts
Deutschland und die Zentralafrikanische Republik: Bilaterale Beziehungen
Ländername: Zentralafrikanische Republik (République Centrafricaine)
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 01.12.1960 (Bundesrepublik Deutschland)
- 18.04.1970 (Deutsche Demokratische Republik)
Regierungsform: Präsidialdemokratie
Die deutsch-zentralafrikanischen Beziehungen sind freundlich. Deutschland engagiert sich in der Zentralafrikanischen Republik durch die Entsendung von Personal an den hybriden Sonderstrafgerichtshof in Bangui zur Aufarbeitung von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Im Zeitraum 2021-2026 stellte das Auswärtige Amt zudem rund 145,6 Mio. Euro für humanitäre Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Über Regionalvorhaben der Entwicklungszusammenarbeit unterstützten Deutschland und die EU außerdem ein Projekt der Tschadseebeckenkommission zur Verwaltung der Wasserzuflüsse des Tschadseebeckens.
Deutschland engagiert sich auch im Bereich der Friedensförderung und hat seit 2020 über 200 Mio. Euro in den Peacebuilding Fund der Vereinten Nationen eingezahlt, aus dem aktuell mehrere Projekte in der Zentralafrikanischen Republik von einem Gesamtvolumen von rund 20 Mio. Euro, finanziert werden, beispielsweise zur Förderung von gesellschaftlicher Versöhnung und der Re-Integration von Geflüchteten, zur Prävention bewaffneter (Grenz-)Konflikte wie auch zur Unterstützung von Jugendlichen und Frauen. Auch der UN Women’s Peace & Humanitarian Fund, zu dem Deutschland seit 2019 insgesamt über 90 Mio. Euro beigetragen hat, ist in der Zentralafrikanischen Republik im Bereich der frauengeführten Zivilgesellschaftsförderung aktiv.
Deutschland hat seit 1997 keine Botschaft mehr in der Hauptstadt Bangui, 2026 wurde ein Verbindungsbüro eingerichtet, das der deutschen Botschaft in Jaunde, Kamerun, untersteht. Von zentralafrikanischer Seite werden die Beziehungen zu Deutschland über die Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Paris gepflegt.