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Deutschland und Turkmenistan: Bilaterale Beziehungen

23.10.2023 - Artikel

Politik

Zentrales Element der turkmenischen Außenpolitik ist die immerwährende Neutralität des Landes. Turkmenistan betreibt eine auf Ausgleich, Stabilität sowie Frieden in der Region und international gerichtete Politik. Deutschland unterhält als einer von vier EU-Mitgliedsstaaten eine Botschaft vor Ort (auch: Frankreich, Italien, Rumänien). Die EU ist durch eine Delegation vertreten. Turkmenistan ist in Deutschland mit einer Botschaft in Berlin und einem Konsulat in Frankfurt/M. vertreten. Am 29. September 2023 besuchte der Vorsitzende des Volksrates Gurbanguly Berdimuhamedow Deutschland und traf in Berlin mit Bundeskanzler Scholz und Bundespräsident Steinmeier zusammen. Die deutsch-turkmenischen Beziehungen haben sich im Lauf der Jahre gut entwickelt, bedürfen aber weiterhin der kontinuierlichen Begleitung auf politischer Ebene.

Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft genießt in Turkmenistan den Ruf eines verlässlichen Partners mit nachhaltigen Qualitätsprodukten. Der bilaterale Handel belief sich 2022 auf 230 Mio. EUR liegt.

Entwicklungs- und kulturelle Zusammenarbeit

Turkmenistan ist als „Land mit mittlerem Einkommen“ kein Partnerland der bilateralen deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Eine staatliche Entwicklungszusammenarbeit erfolgt allerdings im Rahmen von Regionalvorhaben für Zentralasien. Dies geschieht insbesondere in Bereichen, in denen Herausforderungen regional und grenzüberschreitend besser bewältigt werden können, wie Klima und Umweltschutz, Naturressourcenmanagement und Katastrophenvorsorge.

In Turkmenistan bestehen zwei PASCH-Schulen, der DAAD ist mit zwei Lektoren vertreten. Es existieren vier Hochschul-Kooperationen mit Turkmenistan.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) organisierte 2018 als ersten prominenten Auftritt Turkmenistans in Deutschland die Archäologie-Ausstellung „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“. Die Ausstellung wurde jeweils drei Monate im Neuen Museum in Berlin, im Archäologischen Museum Hamburg und im Reiss-Engelhorn-Museum in Mannheim gezeigt. Sie war 2018 mit 380.000 Besucherinnen und Besuchern die erfolgreichste Sonderausstellung in Berlin.

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