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Deutschland und Südafrika: Bilaterale Beziehungen

12.03.2026 - Artikel

Südafrika ist Deutschlands wichtigster Partner in Afrika südlich der Sahara.1996 begründeten beide Regierungen eine Binationale Kommission. Sie setzt den Rahmen zur fortwährenden Pflege und Vertiefung der bilateralen Zusammenarbeit.

Für Südafrika ist Deutschland zweitwichtigster bilateraler Handelspartner; für Deutschland ist Südafrika mit einem Handelsvolumen von mehr als 20 Mrd. Euro wichtigster Handelspartner in Afrika. Südafrika ist einziges afrikanisches Mitglied der G20 (neben der Afrikanischen Union) und hatte 2025 den Vorsitz inne. Eine bedeutende gemeinsame Initiative ist der G20 Compact with Africa (CwA). Ziel ist es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den beteiligten Ländern zu verbessern und zu mehr Privatinvestitionen beizutragen.

Über 600 deutsche Firmen sind in Südafrika aktiv. 2023 betrugen deutsche Direktinvestitionen laut GTAI 7,99 Mrd. Euro, südafrikanische in Deutschland 2,6 Mrd. Euro. Deutsche Unternehmen beschäftigen dort rund 100.000 Menschen direkt und schaffen ebenso viele indirekte Arbeitsplätze.

Die Entwicklungszusammenarbeit erfolgt in den Bereichen Energie/Klima, Berufsbildung, Regierungsführung, Gewaltprävention und Gesundheit. Seit 1994 erhielt Südafrika Mittel i.H.v. etwa 2,9 Mrd. Euro an zinsvergünstigten Krediten und Zuschüssen. Im Rahmen der Regierungsverhandlungen wurden im November 2024 Zusagen über 276,5 Mio. Euro erteilt.

Seit 2013 koordiniert die Deutsch-Südafrikanische Energiepartnerschaft die vielfältige bilaterale Zusammenarbeit im Energiebereich. Am Rande des Klimagipfels in Glasgow 2021 wurde mit der Just Energy Transition Partnership (JET-P) eine langfristig angelegte Partnerschaft von Deutschland, der EU und weiteren Partnern mit Südafrika als Pilotpartner zur Unterstützung einer sozialgerechten Energiewende begründet.

Die Beziehungen im kulturellen, wissenschaftlichen und Bildungsbereich sind sehr breit und intensiv. Deutschland unterstützt und begleitet Südafrika unter anderem bei dem fortlaufenden Transformationsprozess in der Grund-, Berufs- und Hochschulbildung. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist an sechs Universitäten in Südafrika vertreten. Das Goethe-Institut unterhält in Johannesburg das Regionalinstitut für Subsahara-Afrika und unterstützt ein Goethe-Zentrum in Kapstadt.

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