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Internationale Sudan-Konferenz in Berlin

Die dritte Internationale Sudan-Konferenz findet im Auswärtigen Amt in Berlin statt

Die dritte Internationale Sudan-Konferenz findet im Auswärtigen Amt in Berlin statt © Photothek Media Lab

15.04.2026 - Artikel

Heute vor drei Jahren begann der Krieg in Sudan. Er wurde zur größten, menschengemachten humanitären Krise der Gegenwart. Um die Not der Menschen in Sudan zu lindern und an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten, lädt Deutschland zur dritten Internationalen Sudan-Konferenz nach Berlin ein.

Seit drei Jahren leiden und sterben weiterhin jeden Tag unzählige Menschen an Hunger und Durst, sind Opfer von Gewalt und Vertreibung. Mehr als 13 Millionen Menschen wurden durch den Krieg gewaltsam vertrieben, davon 4 Millionen in die Nachbarländer Sudans. Fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung leidet Hunger. Zwei Drittel sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Die Zahl der Getöteten liegt mutmaßlich in den Hunderttausenden.

Das Ausmaß an Gewalt und humanitärer Not sprengen jeden Rahmen. Trotz dieser schier unfassbaren Dimension spielt sich die größte menschengemachte humanitäre Krise der Welt weitgehend abseits der großen Öffentlichkeit ab.

Worum geht es?

Mit der Internationalen Sudan-Konferenz sorgen wir dafür, dass das Leid der Sudanesinnen und Sudanesen nicht in Vergessenheit gerät und die Friedensbemühungen auf der internationalen politischen Agenda bleiben.

Ziel der Konferenz ist es, die Friedensbemühungen weiter voranzubringen und weitere dringend benötigte humanitäre Mittel für die notleidende Zivilbevölkerung in Sudan zu mobilisieren. Darüber hinaus bietet die Konferenz eine Plattform für zivile Vertreterinnen und Vertreter verschiedener politischer Blöcke, um über Wege zu einer zivilen Transition und Perspektiven einer demokratisch-legitimierten Nachkriegsordnung zu beraten.

Entscheidend ist, den Druck auf die Kriegsparteien weiter zu erhöhen, um so schnell wie möglich eine Waffenruhe zu erzielen und eine Rückkehr zum Verhandlungstisch zu ermöglichen. Auch betroffene afrikanische Nachbarstaaten werden mit dabei sein, sie wollen wir auch bei der Aufnahme sudanesischer Flüchtlinge gezielt unterstützen.

Warum ist das wichtig?

Die internationale Gemeinschaft steht in der Verantwortung, das humanitäre Leid der Menschen in Sudan zu lindern. Deutschland ist einer der weltweit größten humanitären Geber für Sudan. Anlässlich der Konferenz werden wir unser Engagement noch einmal signifikant aufstocken.

Die Konfliktparteien, allen voran die RSF, müssen dafür sorgen, dass Hilfsorganisationen vollständigen, sicheren und ungehinderten humanitären Zugang erhalten. Nur so können die Menschen in Not zuverlässig mit überlebensnotwendiger Hilfe versorgt werden.

Wer nimmt teil?

Delegationen aus über 60 Staaten sowie Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 50 sudanesischen und internationalen Nichtregierungsorganisationen nehmen an der Konferenz teil. Darüber hinaus sind Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher UN-Organisationen und internationaler Finanzinstitutionen wie vertreten (u.a. OCHA, UNHCR, WHO, WFP, UNDP; IKRK, Weltbank und African Development Bank).

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