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Somalia: Politisches Porträt

27.03.2026 - Artikel

Nach Sturz des autoritären Regimes Siad Barres 1991 war das Land gekennzeichnet von Staatszerfall, Bürgerkrieg, Clanrivalitäten und islamistischem Terror.

Nachdem zuletzt vor allem Fortschritte im wirtschaftlichen Bereich in Somalia erreicht wurden, bleibt der Staatsbildungsprozess hinter den Erwartungen zurück. 2022 trat Hassan Sheikh Mohamud nach friedlicher Machtübergabe das Präsidentenamt an – mit Blick auf ein mögliches Ende seiner Mandatszeit häufen sich zuletzt Auseinandersetzungen zwischen der Zentralregierung in Mogadischu und einigen der föderalen Gliedstaaten sowie der Opposition.

Im Nordwesten Somalias beansprucht Somaliland seit 1991 internationale Anerkennung als eigenständiger Staat, was bisher ausschließlich von Israel anerkannt wird. Somalia besteht darüber hinaus aus den sechs föderalen Gliedstaaten Puntland, Jubaland, South West State, Galmudug,, HirShabelle und North East State.

Die Sicherheitslage wird weiterhin durch die gewaltsame Auseinandersetzung der Regierung mit der Terrorgruppe al-Shabaab bestimmt, die Gebiete v.a. im Süden des Landes kontrolliert. Seit Ende 2024 gibt es außerdem eine Offensive gegen den Islamischen Staat in Puntland. Die bisherige AU Mission ATMIS wurde durch einen Beschluss des UN-Sicherheitsrats zum 1. Januar 2025 durch die neue Mission AUSSOM ersetzt.

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