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Deutschland und Simbabwe: Bilaterale Beziehungen
Nach Aufnahme von diplomatischen Beziehungen am Tag der Unabhängigkeit Simbabwes entwickelten sich diese lange Zeit positiv. Die staatlich angeordneten Farmenteignungen ab dem Jahr 2000, von der auch deutsche Grundbesitzer betroffen waren, und die politisch motivierte Gewalt während der Wahlen 2002 und 2008, beeinträchtigten die Beziehungen. Zu Beginn 2025 nahm die Regierung Simbabwes die Zahlung von Entschädigungsleistungen an Investoren auf.
Die Entwicklungszusammenarbeit mit Simbabwe wurde 2002 wegen der politischen Entwicklung ausgesetzt. Aktuell werden – gemeinsam mit der EU, UNICEF und der Weltbank – ausgewählte Maßnahmen gefördert, die zur unmittelbaren Verbesserung der Lebensgrundlagen der Bevölkerung und zur Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit auf lokaler Ebene beitragen. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Projekte von Nichtregierungsorganisationen, u.a. in den Bereichen Ernährungssicherung, Dürreschutz und Wasserversorgung.
Auf regionaler Ebene werden Vorhaben der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC), insbesondere im Bereich der regionalen wirtschaftlichen Integration und zur Stärkung von grenzüberschreitenden Schutzgebieten, Naturschutz und nachhaltiger Entwicklung, unterstützt, die auch Simbabwe zugutekommen.
Seit 1998 besteht ein Kulturabkommen. Der Schwerpunkt der deutschen kulturellen Tätigkeit liegt im Bildungssektor und im kulturellen Austausch. An der sprachwissenschaftlichen Fakultät der University of Zimbabwe wird Deutsch als Nebenfach unterrichtet, unterstützt von einer entsandten Lektorin. Das Goethe-Zentrum in Harare bietet Sprachkurse und kulturelle Veranstaltungen an.
Städtepartnerschaften bestehen zwischen Harare und München sowie der Gemeinden Kernen und Masvingo.
2025 erhielt die simbabwische Menschenrechts- und Demokratieverteidigerin Namatai Kwekweza den Deutschen Afrikapreis.
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