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Sierra Leone: Politisches Porträt
Sierra Leone ist eine Präsidialrepublik mit Direktwahl des Staatsoberhauptes, das auch Regierungschef ist. Der Präsident kann maximal für zwei fünfjährige Amtszeiten gewählt werden. Das Ein-Kammer-Parlament wird alle fünf Jahre zeitgleich mit den Präsidentschaftswahlen erneuert. Die 16 Distrikte werden sowohl durch gewählte „Distrikträte“ als auch durch traditionelle Obrigkeiten (Paramount Chiefs) verwaltet.
Die letzten Wahlen, die fünften seit Ende des Bürgerkriegs (1991-2002), fanden im Juni 2023 statt. Die nächsten Wahlen sind für 2028 angesetzt. Deutschland unterstützt mit den EU-Partnern Sierra Leones demokratische Reformagenda im Vorfeld.
Die schwierige wirtschaftliche und soziale Lage sowie die große Armut bleiben für die politische Stabilität Sierra Leones ein Risiko. Sierra Leone ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt (Human Development Index 2025: Rang 185). Laut Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) haben 82,6% der Bevölkerung nicht ausreichend Zugang zu Nahrungsmitteln. Die wirtschaftliche Lage hat sich in den letzten drei Jahren aufgrund sehr hoher importierter Inflation bei geringem Wachstum und der Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiter erheblich verschlechtert.
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