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Deutschland und Peru: Bilaterale Beziehungen
Peru und Deutschland verbinden enge und freundschaftliche politische Beziehungen. Der Austausch ist intensiv, sowohl bilateral als auch in multilateralen Foren als Verfechter einer regelbasierten internationalen Ordnung. Peru ist „Partnerland“ des BMZ, Deutschland wichtigster bilateraler Geber, es besteht eine Klimapartnerschaft.
In Peru sind drei politische Stiftungen vertreten (Friedrich Ebert, Friedrich Naumann und Konrad Adenauer).
Das gut 20 Jahre andauernde wirtschaftliche Wachstum Perus wurde durch die COVID-19-Pandemie unterbrochen. Dank der hohen Weltmarktpreise für Mineralien wie Gold und Kupfer stieg das BIP 2025 um 3,3 %, für dieses Jahr wird eine Fortsetzung erwartet. Peru erwirtschaftet sein BIP (nominal rd. 7.000 USD/Kopf) zu 30 % in Bergbau und Industrie, 17 % durch Handel/Tourismus, 8 % im Baugewerbe und 8 % in Land-, Forst-, Fischereiwirtschaft und 7 % durch Transport/Logistik/Kommunikation.
Seit 1968 gibt es in Lima eine Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer mit ca. 280 Mitgliedsunternehmen, seit 2014 besteht eine bilaterale Rohstoffpartnerschaft. Deutschland war im September 2025 Gastland der wichtigsten Bergbaumesse der Region „Perumin“ in Arequipa. Deutsche Unternehmen sind vor allem im Vertrieb von Technologie erfolgreich. Größte Investition ist der Ausbau des Flughafens Lima durch die Fraport AG, welcher Ende Mai 2025 in Betrieb genommen wurde.
In der Entwicklungszusammenarbeit arbeitet Deutschland seit 63 Jahren intensiv mit Peru zusammen und ist größter bilateraler Geber. Die fünf Aktionsfelder der EZ sind: Klimaschutz/Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität und Waldschutz sowie gute Regierungsführung und nachhaltige Stadtentwicklung. Im Zentrum stehen die Zusammenarbeit im Klima- und Umweltschutz, die sich an der internationalen Nachhaltigkeitsagenda orientiert sowie die Annäherung an internationale Standards im Kontext des Beitrittsprozesses Perus zur OECD. Bei den EZ-Regierungsverhandlungen 2022 wurde - als erste in Lateinamerika - eine politische Erklärung zur Klima- und Entwicklungspartnerschaft mit Peru unterzeichnet.
Im Bereich Kultur sind Deutsch als Fremdsprache (drei Auslandsschulen, zehn weitere PASCH-Schulen, insgesamt circa 18.500 Deutschlernende) und Wissenschaftsaustausch (knapp 2.000 peruanische Studierende in Deutschland) die wichtigsten Themen.
In Lima gibt es ein Goethe-Institut, in Arequipa und Cusco jeweils ein deutsch-peruanisches Kulturinstitut.
Weitere Informationen
Peru ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen, die Stärkung der öffentlichen Verwaltung und der Zivilgesellschaft, die Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Förderung der ländlichen Entwicklung und des Umweltschutzes. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: