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Deutschland und Palau: Bilaterale Beziehungen

08.10.2026 - Artikel

Ländername: Republik Palau, Republic of Palau, palauisch: Beluu er a Belau

Aufnahme diplomatischer Beziehungen: 11.11.1997

Regierungsform: Präsidiale Republik

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Palau sind freundschaftlich und vom gemeinsamen Werteverständnis geprägt. Die diplomatischen Kontakte werden durch die deutsche Botschaft in Manila wahrgenommen. Deutschland ist in Palau mit einem Honorarkonsul vertreten. Die damalige Bundesministerin Baerbock besuchte im Juli 2022 Palau. Vom 30.8. bis 4.9.2026 fand in Palau das Pacific Islands Forum unter deutscher Beteiligung statt.

Deutschland unterstützt durch seine Beiträge zum „Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument“ (NDICI) der Europäischen Union die Entwicklung von Palau. Das Land ist auch in die enge klimapolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit den Staaten der Südpazifik-Region eingebunden, u.a. im Rahmen von Regionalprogrammen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) der Bundesregierung.

Palau ist Mitglied der von Deutschland und Nauru gegründeten Freundesgruppe „Klima und Sicherheit“ in den Vereinten Nationen.

Zwischen 1899 und 1914 war Palau deutscher Kolonialverwaltung unterstellt. Aus dieser Periode sind außer einigen baulichen Überresten von Phosphatförderanlagen auf der Insel Angaur und dem Namen einer Wasserstraße („German Channel“) kaum Zeugnisse erhalten. Im Nationalmuseum wurde 2005 eine kleine Deutschlandabteilung eingerichtet.

Die sogenannten „Krämer“-Bände der deutschen Südsee-Expedition (1907-1910) der deutschen Ethnologen Augustin Krämer (1864-1941) und Anneliese Eilers (1900-1953) sind weiterhin relevant: Die in sieben Bänden enthaltenen Aufzeichnungen werden noch heute von palauischen Gerichten als einzige authentische Quelle bei Grundstücks- bzw. Stammesstreitigkeiten anerkannt. Mangels schriftlicher Aufzeichnungen sind die „Krämer“-Aufzeichnungen das kodifizierte Gedächtnis der palauischen Kultur und Identität. Das Auswärtige Amt hat die Übersetzung der Aufzeichnungen in die englische Sprache finanziell unterstützt.

Von 2019 bis 2022 untersuchte ein Team des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) und der Christian-Albrechts-Universität Kiel die monumentalen Erdwerke Palaus. Von 2019-2021 fand gemeinsam mit lokalen Partnern ein DAI-Projekt zur digitalen Dokumentation vom Klimawandel gefährdeter Monumente statt.

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