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Deutschland und Nigeria: Bilaterale Beziehungen
Nigeria spielt eine entscheidende Rolle für Stabilität und Demokratie in der Region und verfügt über ein großes wirtschaftliches Potenzial. Für Deutschland ist das Land ein zentraler globaler Partner. Es finden regelmäßig hochrangige politische Treffen statt. Bundespräsident Steinmeier besuchte Nigeria im Dezember 2024 mit einer Wirtschaftsdelegation. Seit 1974 bestehen deutsche bilaterale Beziehungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Die 2011 gegründete deutsch-nigerianische Binationale Kommission mit Arbeitsgruppen zu den Themen Wirtschaft, Energie, Außen- und Sicherheitspolitik, Kultur, Migration und polizeiliche Zusammenarbeit sowie Entwicklungszusammenarbeit tagte zuletzt am 04. November 2025 unter Leitung der Außenminister in Berlin.
Im Kampf gegen terroristische Bedrohungen unterstützt die Bundesregierung die Ausbildung und Ausstattung der nigerianischen Sicherheitskräfte und fördert länderübergreifende Stabilisierungsprojekte.
Nigeria ist Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner in Subsahara-Afrika. Seit 1983 ist die deutsche Wirtschaft mit einer Außenhandelskammer in Nigeria vertreten. Ein Schwerpunkt der Wirtschaftsbeziehungen ist die Zusammenarbeit im Energiebereich.
Die seit 2008 bestehende Deutsch-Nigerianische Energiepartnerschaft wurde 2021 im Einklang mit der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung um ein Wasserstoffbüro in Abuja erweitert.
Die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) sind mit einem Volumen von über 650 Mio. EUR in Nigeria in den folgenden Schwerpunkten aktiv: Nachhaltige Wirtschaftsförderung, Berufsbildung und Beschäftigung, ländliche Entwicklung sowie Ausbau erneuerbarer Energien und Gesundheit. Die GIZ arbeitet eng mit der deutschen Privatwirtschaft zusammen, z.B. BASF, SAP, DHL, Krones.
Die Rückgabe der ersten Benin-Bronzen an Nigeria durch die damalige Außenministerin Annalena Baerbock im Dezember 2022 entfachte eine neue Dynamik in den kulturellen Beziehungen. Seit 1962 gibt es ein Goethe-Institut Nigeria in Lagos. Das Interesse am Erlernen der deutschen Sprache ist groß. Seit 2025 bietet das Goethe-Institut auch in der Hauptstadt Abuja vor-Ort-Sprachkurse an. Viele Nigerianerinnen und Nigerianer bewerben sich erfolgreich um Stipendien für ein Studium oder Forschungsaufenthalte in Deutschland. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung unterhalten Büros in Nigeria.