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Deutschland und Liberia: Bilaterale Beziehungen
Ländername: Republik Liberia (“Republic of Liberia“)
Aufnahme diplomatischer Beziehungen:
- 23.07.1953 (Bundesrepublik Deutschland)
- 28.09.1973 (Deutsche Demokratische Republik)
Regierungsform: Präsidialrepublik
Die bilateralen deutsch-liberianischen Beziehungen haben eine lange Geschichte. Die Hansestädte Lübeck, Bremen und Hamburg erkannten 1855 (als erste Partner nach Großbritannien) die Unabhängigkeit Liberias an und eröffneten ein gemeinsames Konsulat in Monrovia.
Nach der bürgerkriegsbedingten Schließung 1990 nahm die Deutsche Botschaft im Jahr 2005 erneut ihre Tätigkeit in Monrovia auf. Während der Präsidentschaft der Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson Sirleaf (2006-2018) intensivierten sich die bilateralen Beziehungen.
Die deutsche Privatwirtschaft war bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges Ende 1989 in Liberia prominent engagiert, insbesondere im Rohstoffsektor. Aktuell sind deutsche Unternehmen in geringerem Umfang aktiv, allerdings in strategischen Sektoren Liberias wie Luftfahrt, Bankenwesen, Baustoffindustrie und Logistik.
In der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Deutschland Liberia bei dem Schutz der Biodiversität sowie im Rahmen eines regionalen Vorhabens bei der Weiterentwicklung einer nachhaltigen Rohstoffpolitik.
Daneben ist das GIZ-Vorhaben zum Grenzmanagement der Afrikanischen Union, das vom Auswärtigen Amt finanziert wird, auch in Liberia aktiv.
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