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Deutschland und Kosovo: Bilaterale Beziehungen

08.04.2026 - Artikel

Deutschland zählt zu den ersten Ländern, die die Republik Kosovo nach der Unabhängigkeitserklärung 2008 völkerrechtlich anerkannt und diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Bei Regierung und Bevölkerung ist zudem unvergessen, dass Deutschland vor und während des Konflikts Ende der 1990er Jahre Hunderttausende Flüchtlinge aus Kosovo aufgenommen und sich seit 1999 zunächst mit Nothilfemaßnahmen und wenig später auch mit der Aufnahme von Entwicklungszusammenarbeit am Wiederaufbau beteiligt hat.

Hinzu kommt die kosovarische Diaspora in Deutschland mit insgesamt knapp 600.000 Menschen mit kosovarischer Staatsangehörigkeit oder Herkunft. Sie bilden die weltweit größte kosovarische Diaspora.

Deutschland unterstützt das Land aktiv in seinem Bestreben nach Integration in die euro-atlantischen Strukturen.

Deutschland ist Kosovos zweitwichtigster Handelspartner, größter Investor und zudem größter bilaterale Geber im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 1999 hat Deutschland über 660 Millionen Euro für Projekte der technischen und finanziellen Zusammenarbeit bereitgestellt. Seit April 2024 besteht zudem eine Klima- und Energiepartnerschaft mit Kosovo, mit deren Hilfe die grüne Transition Kosovos gefördert und die Teilnahme Kosovos an internationalen Klimaformaten ermöglicht werden soll.

Seit 2018 gibt es ein Goethe Zentrum in Pristina. Daneben übernimmt die Botschaft Pristina einen erheblichen Teil der Kulturarbeit wie Stipendien- und Fortbildungsprogramme, Konzerte und Ausstellungen. Neben Englisch ist Deutsch die am häufigsten gesprochene Fremdsprache. Deutsche Sprache und Kultur stößt auf große Resonanz. Seit 2013 ist ein Kulturabkommen in Kraft, das dem Kulturaustausch eine völkerrechtliche Grundlage gibt.

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