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Deutschland und die Republik Kongo: Bilaterale Beziehungen

01.04.2026 - Artikel

Bilaterale Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Deutschland bestehen seit der Unabhängigkeit der Republik Kongo zu Beginn der 1960er Jahre.

Aufgrund der sozialistischen Ausrichtung bestanden zunächst engere Verbindungen zur Deutschen Demokratischen Republik. So wurde 1975 eine Städtepartnerschaft zwischen Brazzaville und Dresden ins Leben gerufen, die im Jahr 2025 ihr 50-jähriges Jubiläum feierte. In der bedeutenden Hafenstadt Pointe-Noire wurde 2024 ein neuer Honorarkonsul ernannt.

Aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur OPEC und des vergleichsweise hohen Pro-Kopf-Einkommens als Öl- und Gasförderland ist die Republik Kongo kein Partnerland der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2023 gibt es jedoch ein GIZ-Projektbüro in Brazzaville.

Das Kongobecken beherbergt nach Amazonien über die zweitgrößten zusammenhängenden Wälder der Erde sowie für das Weltklima wichtige Torfmoorwälder. Deutschland engagiert sich daher in seiner wirtschaftlichen Zusammenarbeit vor allem im Bereich des Klima-, Tropenwald-, Umwelt- und Biodiversitätsschutzes. Dies erfolgt durch Organisationen wie CAFI (Central African Forest Initiative), COMIFAC (Commission des Forêts d’Afrique Centrale) und die Kongobecken-Waldpartnerschaft (Partenariat pour les Forêts du Bassin du Congo). Ziel ist der Schutz des tropischen Regenwalds und der Torfmoore in der Region. Zwischen der Republik Kongo und der Europäischen Union existiert seit 2024 zudem eine Waldpartnerschaft als Team Europe Initiative.

Der Nationalpark Nouabalé-Ndoki im äußersten Norden des Landes wird als Teil des UNESCO-Naturerbeprojekts „Trinational de Sangha“ von der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziell unterstützt. Der Nationalpark Odzala wird im Rahmen des Legacy Landscape Fund gefördert.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Republik Kongo und Deutschland sind bislang wenig ausgeprägt. Potential hat vor allem der Bau von Kleinkraftwerken (Wasserkraft), Aufforstung und Ökotourismus.

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