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Jemen: Politisches Porträt

16.04.2026 - Artikel

Seit 2015 bekämpft die Huthi-Bewegung die international anerkannte Regierung (iaR). Das Land ist faktisch zweigeteilt in den Norden mit der weiterhin offiziellen Hauptstadt Sanaa unter Kontrolle der Huthi-Miliz und dem unter iaR-Kontrolle stehenden Süden mit der Interim-Hauptstadt Aden.

nter der Ägide der Vereinten Nationen laufen Bemühungen um eine Roadmap für einen Friedensprozess zwischen Huthi-Miliz und iaR. Die Huthi-Miliz sieht jedoch vor allem in Saudi-Arabien ihren Verhandlungspartner und schließt die iaR kategorisch aus. Darüber hinaus werden die Verhandlungen dadurch beeinträchtigt, dass die Huthi-Miliz VN-Büros besetzt und VN-Personal festgenommen haben. Unter der Ägide von Saudi-Arabien soll zudem zeitnah ein Süd-Süd-Dialog stattfinden.

In Jemen herrscht laut den Vereinten Nationen eine der größten humanitären Krisen weltweit. Sie hat sich seit Beginn des Jemen-Konflikts im März 2015 zugespitzt. Von den etwa 32 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern Jemens sind 2026 22,2 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon sind ca. 23% Frauen und 53% Kinder.

Die Zahl der Binnenvertriebenen liegt bei etwa 4,5 Millionen. Zudem ist Jemen Aufnahme- und insbesondere Transitland für Geflüchtete u. a. aus Somalia, Äthiopien und Dschibuti.

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