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Deutschland und Italien: Bilaterale Beziehungen
Die deutsch-italienischen Beziehungen sind traditionell eng. Es bestehen Gemeinsamkeiten in der historischen Entwicklung, da Deutschland und Italien beide erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Nationalstaaten wurden. Die heutige Position beider Länder in der Mitte Europas, ihre Mitgliedschaft in der NATO und der EU sowie die enge wirtschaftliche Verflechtung bieten eine sehr gute Basis für die Partnerschaft. 2026 begehen Deutschland und Italien das 75. Jubiläum der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen.
Am 23. Januar 2026 haben Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im Rahmen von Regierungskonsultationen in Rom eine Vereinbarung zur verstärkten Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und Resilienz sowie einen neuen deutsch-italienischen Aktionsplan unterzeichnet, um die bilaterale Partnerschaft und die strategische Zusammenarbeit auf EU- und NATO-Ebene weiter zu stärken.
Auch auf Ebene der Staatsoberhäupter wird ein enger Kontakt gepflegt, etwa durch den Staatsbesuch des italienischen Präsidenten Mattarella vom 26.-29. September 2024 in Deutschland und der anschließenden gemeinsamen Teilnahme mit Bundespräsident Steinmeier am Gedenken zum 80. Jahrestag des Massakers von Marzabotto, wo 1944 Angehörige einer SS-Division und der Wehrmacht über 770 Zivilistinnen und Zivilisten töteten. Staatspräsident Mattarella war zudem Ehrengast und Redner bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Bundestag am 16. November 2025.
Die Dichte deutscher Kulturinstitutionen in Italien ist einzigartig. Am Comer See liegt mit der „Villa Vigoni“ eine eigens zur Pflege des bilateralen Austauschs ins Leben gerufene deutsch-italienische Begegnungsstätte. Die vielfältigen gesellschaftlichen Kontakte tragen ebenfalls zu den engen Beziehungen bei.
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